Julius-Bär-Aktie von Umschichtungen und charttechnischen Vorbehalten belastet

Die Aktien von Julius Bär fallen im Laufe des Mittwochnachmittags vorübergehend auf neue Tagestiefstkurse. Beobachter berichten von Umschichtungstransaktionen in die Valoren von EFG International. Als trendverstärkend würden sich zudem charttechnisch motivierte Verkäufe erweisen, so heisst es weiter.
23.08.2017 15:32

Um 15.21 Uhr verlieren Julius Bär Namen noch 2,1% auf 53,25 CHF. Kurz zuvor tauchten die Aktien bei 53,15 CHF auf neue Tagestiefststände. Die EFG-Aktien steigen um 0,4% auf 7,90 CHF, während im Gegenzug der Gesamtmarkt (SMI) bei 8'922,81 Punkten notiert und damit um 0,46% nachgibt. Derivatseitig sind bei Julius Bär sowohl in mehreren Call- als auch in einigen Put-Warrants Umsätze zu verzeichnen.

Händlern zufolge zieht eine Unternehmensstudie der Citigroup zum Vermögensverwalter EFG International zu Lasten von Julius Bär gehende Umschichtungstransaktionen nach sich. Denn obwohl die Aktien von EFG International seit Jahresbeginn um fast 30% gestiegen sind, lassen die beiden Studienautoren durchblicken, dass das Ende der Fahnenstange noch immer nicht erreicht sei.

Die Citigroup-Experten erhöhen deshalb das EFG-Kursziel auf 9,20 CHF von zuvor 8,40 CHF. Sollte der Vermögensverwalter die eigenen Jahresziele erfüllen, kräftig Überschusskapital ansammeln und Kostenverbesserungen erzielen, halten die Analysten sogar Kurse von bis zu 12 CHF für möglich. Angeblich seien es denn auch Kunden der Citigroup selber, welche aus den Aktien von Julius Bär in jene von EFG International umschichten.

Als trendverstärken erweisen sich charttechnisch motivierte Verkäufe. Dabei wird auf eine entsprechende Empfehlung von Trading Central vom Montag verwiesen. Nach dem misslungenen Versuch über die Widerstandsmarke von 56 CHF auszubrechen, rechnet der unabhängige Anbieter von Charttechnikanalysen kurzfristig mit einem Rücksetzer bis auf 49,60 CHF.

lb/mk

(AWP)