LafargeHolcim räumt Fehler in Syrien ein

LafargeHolcim räumt ein, dass im firmeneigenen Werk in Syrien Fehler begangen worden sind. Das lokale Management hatte an Dritte Gelder bezahlt, um den Weiterbetrieb der Fabrik zu sichern. Aufgrund der von LafargeHolcim nach dem Auftauchen der Vorwürfe eingeleiteten internen Untersuchung können die endgültigen, hinter diesen Dritten stehenden Empfänger der Gelder nicht eindeutig ermittelt werden.
02.03.2017 07:32

Aus heutiger Sicht könne festgestellt werden, dass die für den weiteren Betrieb des Werks erforderlichen Massnahmen "nicht akzeptierbar" waren, folgert LafargeHolcim gemäss einer Mitteilung von Donnerstag. Wohl hätten die für Syrien Verantwortlichen offenbar in der Absicht gehandelt, wie sie dies für das Unternehmen und die Mitarbeitenden für richtig gehalten hatten. "Dennoch haben die Untersuchungen ergeben, dass erhebliche Fehleinschätzungen vorlagen, die nicht mit dem geltenden Verhaltenskodex vereinbar waren", so die Mitteilung weiter.

Als Folge der internen Prüfung und ihrer Ergebnisse hat der Verwaltungsrat verschiedene Massnahmen getroffen. Er stellt zudem klar, dass es im Hinblick auf die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und den im Verhaltenskodex verankerten Standards keine Kompromisse geben dürfe, gleich welcher Art die betrieblichen Herausforderungen seien.

Die aktuell vorliegenden Informationen liessen nicht darauf schliessen, dass die genannten Vorwürfe einen wesentlichen nachteiligen Einfluss auf die Finanzlage des Konzerns haben werden, hält LafargeHolcim fest.

Im Zusammenhang mit den geschilderten Aktivitäten in Syrien sei zudem in Frankreich über Strafanträge berichtet worden. Derartige Verfahren unterliegen der Geheimhaltungspflicht, so die Mitteilung weiter. Weder Lafarge SA noch irgendeine Tochtergesellschaft seien Partei in diesen Verfahren. LafargeHolcim werde die Erkenntnisse oder das Verhalten von einzelnen Personen nicht weiter kommentieren.

gab/yr

(AWP)