Nach Gewinneinbruch - Leonteq-Aktie erneut schwach - Gerüchte um Rückzug eines Grossaktionärs

Die Aktien des Finanzprodukt-Anbieters Leonteq geben am Freitag erneut markant nach. Der Titel wird von Spekulationen um ein grösseres Aktienpaket, das verkauft wurde, belastet.
10.02.2017 11:00
Beim Eingang zum Gebäude von Leonteq.
Beim Eingang zum Gebäude von Leonteq.
Bild: cash

Bereits am Vortag war es im Anschluss an die Jahreszahlen zu einem Einbruch um über 8% gekommen. Die auf strukturierte Produkte spezialisierte Gesellschaft hatte für das Geschäftsjahr 2016 einen scharfen Gewinnrückgang kommuniziert, was in Analystenkreisen teilweise harsch kritisiert wurde. 

Bis um 11 Uhr fallen Leonteq um 6,9% auf 31,05 Franken zurück. Gehandelt sind mit gut 150'000 Titeln bereits mehr als an einem durchschnittlichen Handelstag. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,1% tiefer.

Ein Händler verwies auf ein grösseres Leonteq-Aktienpaket von gegen 5%, für das eine grössere Schweizer Bank Abnehmer suche. Verkäufer sei ein institutioneller Investor, der nicht mit dem Unternehmen verbunden sei.

Zieht sich Veraison zurück?

Laut den offiziellen Beteiligungsmeldungen käme dafür am ehesten die Beteiligungsgesellschaft Veraison in Frage, für welche zuletzt ein Anteil von knapp über 5% gemeldet wurde. Hinter dieser Beteiligungsgesellschaft stehen Gregor Greber, Gründer des Vermögensverwalters zCapital, und Valentin Chapero, der frühere CEO des Hörsystemherstellers Sonova. Veraison war erst im vergangenen Juli, also vor gut einem halben Jahr, bei Leonteq eingestiegen.

Veraison sei von der Technologie- und Kostenführerschaft von Leonteq überzeugt und sehe enormes Wachstumspotenzial im Plattform-Partnermodell, begründete damals Gregor Greber gegenüber AWP das Engagement in Leonteq. "Mit unserem Investment zeigen wir Vertrauen in eine erfolgreiche Zukunft von Leonteq", so Greber.

Am Freitag wollte Veraison die Spekulationen vorerst nicht kommentieren.

(AWP)