Medien: Ehemalige Lafarge-Kaderleute im Rahmen der Syrien-Untersuchung verhört

Die französische Justiz hat Medienberichten zufolge im Rahmen der Untersuchungen rund um die Aktivitäten des Zementkonzerns Lafarge in Syrien drei Manager verhört. Dabei gehe es um die mutmasslichen Zahlungen, welche der französische Zementkonzern vor der Fusion mit Holcim als Betreiber eines syrischen Zementwerks an die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bezahlt haben soll, meldete am Mittwoch die Radiostation France Inter mit Bezug auf mit der Sache vertrauten Quellen.
29.11.2017 15:53

Die drei Männer würden von der französischen Justiz für die Zahlungen an den IS verantwortlich gemacht, so France Inter weiter. Zwei von ihnen seien ehemalige Kaderleute des Lafarge-Zementwerks in Syrien. Sie seien von der französischen Zollbehörde, welche mit den Untersuchungen beauftragt wurde, verhört worden. LafargeHolcim kommentiert die Nachricht nicht, wie ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von AWP erklärte.

In Frankreich laufen gegen LafargeHolcim Ermittlungen rund um die Vorgänge in Syrien wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung. Dabei hatte es Mitte November am LafargHolcim-Standort in Paris Durchsuchungen gegeben.

mk/yr

(AWP)