Millionenstreit zwischen Drogeriemann Müller und Bank Sarasin in Ulm vor Gericht

Der seit Jahren schwelende Millionenstreit zwischen dem Drogerie-Unternehmer Erwin Müller und der Privatbank J. Safra Sarasin wird vom 10. April an vor dem Landgericht Ulm ausgetragen. Der Termin zur Verhandlung der Zivilklage Müllers am Ort des Unternehmenssitzes wurde von der 4. Zivilkammer beschlossen, wie ein Sprecher des Landgerichts am Dienstag bestätigte. Zuvor hatten die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" darüber berichtet.
24.01.2017 10:55

Das Landgericht Ulm hatte sich bereits 2014 für zuständig erklärt. Eine Beschwerde der Bank auf Nichtzulassung gegen den Gerichtsort Ulm war im vergangenen Juli vom Bundesgerichtshof abgewiesen worden. Der 84-jährige Inhaber der Drogeriemarktkette klagt als Privatmann gegen die Bank Sarasin, weil ihm nach seiner Meinung durch falsche Beratung ein Schaden von mehr als 47 Millionen Euro entstanden ist.

Die Bank bestreitet das. Sie hatte sich bemüht, das Verfahren in der Schweiz austragen zu lassen. Einzelheiten zur Prozessplanung - darunter zur voraussichtlichen Dauer - sollen einem Gerichtssprecher zufolge demnächst bekanntgegeben werden. Nach Angaben der Zeitungen wird erwartet, dass Erwin Müller auch persönlich vor Gericht auftritt./bur/DP/stb

(AWP)