Ölpreise legen zu - Sinkende US-Reserven geben Auftrieb

Die Ölpreise sind am Mittwoch gestiegen und konnten damit an die Gewinne der Vortage anknüpfen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 72,88 US-Dollar. Das waren 25 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI), ebenfalls zur Lieferung im Oktober, stieg um 30 Cent auf 66,14 Dollar.
22.08.2018 07:53

Marktbeobachter sehen eine Ursache für die steigenden Ölpreise in der Entwicklung der Ölreserven in den USA. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) davon ausgeht, dass die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 5,17 Millionen Barrel gefallen sind.

Am Nachmittag stehen die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung auf dem Programm. Hier rechnen Analysten zwar auch mit einem Rückgang, aber nur um 2,0 Millionen Barrel. Sinkende Ölreserven können ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein zu geringes Angebot sein und stützen in der Regel die Ölpreise.

Ausserdem werden die Ölpreise durch die Kursentwicklung des US-Dollar gestützt, der zuletzt spürbar an Wert verloren hatten. Weil Rohöl in Dollar gehandelt wird, macht ein fallender Dollarkurs den Rohstoff in Asien und Europa günstiger und stärkt so die Nachfrage./jkr/fba

(AWP)