Pharmawerte sacken ab - Druck auf US-Medikamentenpreise befürchtet

Der Schweizer Aktienmarkt wird am Donnerstag nicht zuletzt durch starke Rückschläge der Pharma-Schwergewichte Roche und Novartis im Minus gehalten. Am Markt wird von einem offenbar bevorstehenden Plan der US-Regierung gesprochen, durch Senkungen der Medikamentenvergütungen Einsparungen bei der öffentlichen US-Krankenversicherung Medicare zu erreichen. Das könnte nicht zuletzt auch Krebsmedikamente betreffen.
25.10.2018 17:03

Gegen 16.30 sind die Genussscheine von Roche mit einem Minus von annähernd 3,2 Prozent weiterhin die grössten Verlierer im SMI. Novartis sind mit einem Kursverlust von 1,3 Prozent etwas weniger stark unter Druck. Die beiden Werte zusammen drücken den Leitindex SMI ins Minus. Die Papiere von Vifor (-0,9%) geben ebenfalls nach. Der SMI liegt noch mit 0,3 Prozent im Minus.

Auch europaweit fallen die Titel aus der Pharmabranche am Donnerstag überproportional zurück - so gehören Bayer und AstraZeneca mit Abgaben von über 4 Prozent zu den schwächsten Werten im Stoxx50. Zu der schlechten Stimmung hätten auch schwache Zahlen des finnischen Pharmakonzerns Orion beigetragen, hiess es.

In den USA dürfte US-Präsident Donald Trump möglicherweise noch am (heutigen) Donnerstag die Änderungen für Medicare vorschlagen, wie das US-Online-Medium Politico berichtet. Besonders gefährdet seien Firmen wie Roche, Regeneron, Amgen oder Johnson & Johnson, die umsatzstarke Medikamente in den Therapiegebieten Krebs, Augenerkrankungen oder Rheuma anböten, berichtet derweil die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf ein Analysehaus.

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(AWP)