Presse: Auch Aduno lässt Geschäfte von Pierin Vincenz überprüfen

Die Untersuchungen im Umfeld von Pierin Vincenz weiten sich aus. Nach der Finanzmarktaufsicht Finma nimmt nun auch die Kreditkartengesellschaft Aduno die Tätigkeit des ehemaligen Raiffeisen-Chefs unter die Lupe. Bei Aduno war Vincenz lange Jahre Verwaltungsratspräsident und die Raiffeisen ist mit 25,5% der Anteile grösste Aktionärin.
15.11.2017 08:21

"Es trifft zu, dass der Verwaltungsrat der Aduno Gruppe eine spezialisierte Zürcher Anwaltskanzlei mit einer unabhängigen, externen Untersuchung gewisser Akquisitionen der Aduno Gruppe beauftragt hat", hält Aduno gegenüber dem "Tagesanzeiger" fest. Laut "Finanz und Wirtschaft" handelt es sich um die auf Wirtschaftsstrafrecht spezialisierte Kanzlei Baumgartner Mächler.

Den Berichten zufolge geht es bei der Untersuchung um Interessenkonflikte beim Zukauf kleiner Beteiligungen - ähnlich wie bei Raiffeisen. Konkret stünden bei Aduno die Akquisition von EuroKaution 2014 und der Kauf von Commtrain 2007 im Visier.

Hinweise auf Unrechtmässigkeiten würden nicht vorliegen. Fest stehe jedoch, dass Vincenz eigene geschäftliche Beziehungen zu den Verkäufern unterhalten habe, während er gleichzeitig als Präsident von Aduno auf der Käuferseite gewesen sei. Ziel sei zu klären, ob bei diesem offensichtlichen Interessenkonflikt und möglichen "Deal mit sich selbst" alles rechtmässig verlief.

ra/cp

(AWP)