Presse: BA untersucht kuwaitischen Korruptionsfall - Genfer Banken erwähnt

Zürich (awp) - Die Schweizer Bundesanwaltschaft führt laut einem Medienbericht eine Untersuchung bezüglich eines Korruptionsfalls bei der Sozialversicherungsanstalt von Kuwait (Public Institution for Social Security PIFSS). In diesem Zusammenhang seien auch die Genfer Privatbanken Mirabaud und Pictet erwähnt, schreibt die Zeitung "Le Temps". Seit dem Jahr 1996 sollen rund 200 Mio USD aus den Kassen der kuwaitischen Institution veruntreut worden sein. Die Gelder sollen unter anderem in Immobilien auch in der Schweiz investiert worden sein.
13.10.2016 12:25

Die kuwaitische PIFSS habe in der Schweiz eine Strafanzeige eingereicht, so der Zeitungsbericht. Im Zentrum der Untersuchungen stünden der ehemalige PIFSS-Generaldirektor Fahad Al-Rajaan und seine Frau. Al-Rajaan soll unter anderem beträchtliche Summen aus unrechtmässigen Retrozessionszahlungen auf Konten von schweizerischen und ausländischen Banken deponiert haben. Die Anschuldigungen lauten unter anderem auf Korruption, ungetreue Geschäftsführung, Geldwäscherei und Urkundenfälschung. Gegenüber der Westschweizer Zeitung wollten Pictet und Mirabaud den Artikel nicht kommentieren.

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(AWP)