Presse: Lafarge soll 5,56 Mio USD an Milizen in Syrien gezahlt haben

Der französische Zementkonzern Lafarge soll insgesamt 5,6 Mio USD an bewaffnete Gruppierungen in Syrien bezahlt haben. Davon sei rund eine halbe Million an die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geflossen, berichtet die französische "Le Canard enchaîné" (Ausgabe 22.10.2017). Die satirische Wochenzeitung beruft sich dabei auf einen von den Beratungsunternehmen Baker McKenzie und PwC im Auftrag von LafargeHolcim erstellen internen Bericht zu den Vorgängen in Syrien.
23.11.2017 13:43

Lafarge hatte mit den Zahlungen an verschiedene Gruppierungen bis September 2014, also noch vor der Fusion mit Holcim, den Betrieb in dem Werk im Nordosten von Syrien aufrecht erhalten. Damit sollten Schutzgelder für Transporte und Mitarbeitende gezahlt werden sowie Warenlieferungen für Energie und Rohstoffe von den Gruppierungen selbst, heisst es weiter. Die Zahlungen für Güter hätten sich auf rund 2,5 Mio USD belaufen.

In Frankreich laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Terrorismusfinanzierung und in der vergangenen Woche hatte es am LafargHolcim-Standort in Paris Durchsuchungen gegeben.

fr/yr

(AWP)