Presse: UBS wird sich wohl mit Frankreich nicht aussergerichtlich einigen

Zürich (awp) - Der Steuerstreit der UBS mit der französischen Justiz geht in die heisse Phase. Bis zum 4. August kann die Grossbank zum 126-seitigen Bericht des französischen Untersuchungsrichters Guillaume Daïeff Stellung beziehen, wie die "Handelszeitung" (HaZ, Vorabdruck der Ausgabe vom 21.07.) berichtet. Im Fall geht es um Beihilfe zur Steuerhinterziehung, Geldwäscherei von Erträgen aus Steuerbetrug und illegale Kundenanwerbung. Nach Erhalt der UBS-Stellungnahme könne Richter Daïeff das Anklagedokument ans Gericht überweisen, so der Bericht.
20.07.2016 17:10

Dass sich UBS und französische Justiz bis dahin aussergerichtlich einigen, gelte als ausgeschlossen. Ein aussergerichtlicher Vergleich in Frankreich setze nämlich ein Schuldeingeständnis voraus, was die UBS in den Vereinigten Staaten in die Bredouille bringen würde, heisst es in der HaZ. Als erneut verurteilte Organisation könnte die Grossbank in ihrem Amerika-Geschäft signifikant beeinträchtigt werden. Das aber wolle man unbedingt vermeiden.

mk/yr

(AWP)