Presseschau vom Neujahrswochenende 52/1 (31. Dezember/01. Januar)

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
02.01.2017 14:46

STADLER RAIL: Der Eisenbahnhersteller Stadler Rail könnte teilweise an die Börse kommen. Inhaber Peter Spuhler fasst nach eigenen Angaben einen Börsengang des Unternehmens ins Auge, um seine Nachfolge zu regeln. Einen Verkauf nach China lehnt er ab. "Grundsätzlich glaube ich, dass wir einen Börsengang machen werden und die Familie noch 35 bis 40 Prozent der Aktien hält. Dann könnte immer noch eines der Kinder in die operative Verantwortung", sagte Spuhler in einem Interview, das am Neujahrstag in der Zeitung "Schweiz am Sonntag" erschien. Die Überlegungen zu einem Börsengang begründet Spuhler mit seinem Alter: "Ich werde demnächst 58. Das ist der Moment, an dem man sich überlegen muss, wie es weitergeht." Bei einem Börsengang wolle er aber "nicht alles abgegeben", sondern sich auf das Amt als Verwaltungsratspräsident beschränken. Zum Zeithorizont eines möglichen Börsengangs sagte Spuhler: "Es gibt keinen genauen Zeitplan. Wenn alles passt, dann wird das umgesetzt." (SaS, S. 14; siehe separater Artikel)

RENTEN: Frauen erhalten im Durchschnitt 37% tiefere Renten als Männer. Das entspricht rund 20'000 CHF im Jahr, wie die "SonntagsZeitung" berichtet. Verantwortlich dafür sind häufig Lücken während der Erwerbstätigkeit, die auf die Kinderbetreuung zurückgehen. Viele Frauen seien sich jedoch nicht bewusst, dass ein Teilzeitpensum ihre Rentenansprüche drastisch reduzieren kann, sagte Andrea Gisler, Präsidentin der Frauenzentrale Zürich. Frauen beschäftigten sich häufig erst mit dem Thema, wenn es zu einer Scheidung komme oder der Partner gestorben sei - was meist zu spät ist. Gleichstellungsbeauftragte empfehlen, dass Frauen und Männer während ihrer Erwerbszeit stets mindestens 70% arbeiten. (SoZ, S. 2)

DIETER MEIER: Der Schweizer Schokoladenmarkt bekommt bald Konkurrenz. Dieter Meiers Pläne für eine eigene Schokoladenproduktion konkretisieren sich. Bereits in der ersten Jahreshälfte will er eine Fabrik bauen. Er evaluiere Standorte in den Kantonen Schwyz, Glarus und Schaffhausen, sagt er im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Mit dem Bau werde in der ersten Jahreshälfte begonnen. Die Fabrik sei ingenieursmässig bereits geplant. Erfahrungen aus Pilotbetrieben seien hervorragend. Meiers Pläne für die Schokoladenproduktion wurden bereits im Sommer bekannt. Er will mit einem neuen Verfahren Schokolade herstellen, die besonders aromatisch ist, weniger Zucker enthält und ohne Bitter- und Zusatzstoffe auskommt. Verkauft werden soll die Schokolade in kleinen Läden, in Zürich, aber auch im arabischen Raum und Hongkong. Meier rechnet mit Investitionen von 28 Mio CHF. (NZZaS, S.21; siehe separater Artikel)

MEI/STELLENABBAU: Gemäss einer Umfrage unter 49 Managern durch die "SonntagsZeitung" planen 14% von diesen einen Stellenabbau oder die Verlagerung von Stellen ins Ausland, sollte die vom Nationalrat vorgeschlagene "Inländervorrang Light"-Variante bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative zum Tragen kommen. Im Fall der von der Ständeratskommission vorgeschlagenen verschärften Variante wären es gar knapp 30% der Befragten. Zwei Drittel der befragten Manager gingen indes nicht von negativen Konsequenzen für ihr Unternehmen aus. Die Umfrage wurde kurz vor der Schlussabstimmung im Parlament durchgeführt. Dieses hat sich dann Mitte Dezember für eine eher schärfere Variant ausgesprochen. (SoZ, S. 35)

INVESTITIONEN: Gemäss der selben Umfrage stellen nur noch 19% der Chefs steigende Investitionen für das laufende Jahr in Aussicht, nachdem es vor einem Jahr noch 47% gewesen waren. Die Manager zeigen sich also insgesamt skeptischer als vor zwölf Monaten. Ein Drittel rechnet damit, dass die Wirtschaft an Fahrt gewinnt, wogegen gut 60% eine Stagnation der Wirtschaftsentwicklung erwarten. (SoZ, S. 36)

cf/

(AWP)