Presseschau vom Wochenende 11 (11./12. März)

Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
12.03.2017 17:59

UBS, CS: Banken setzen vermehrt auf Söldner und die traditionelle Festanstellung wird zum Auslaufmodell. Dies zumindest ist das Fazit eines Artikels in der "NZZ am Sonntag". Die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse beschäftigen demnach bereits über 50'000 temporäre Projektmitarbeiter, so genannte Contractors. Von den 7'250 Vollzeitstellen, welche die Credit Suisse im vergangenen Jahr abgebaut habe, seien über 6'000 auf Contractors entfallen, wodurch der im Geschäftsbericht ausgewiesene Personalbestand per Ende 2016 lediglich um rund 1'000 Personen zurückgegangen sei. Der Trend führe zu einer neuen Zweiklassengesellschaft in der Arbeitswelt, denn die Subunternehmen würden die Contractors oft zu schlechteren Bedingungen einstellen. (NZZaS, S.1, 35)

IMPLENIA: Bei Baukonzern Implenia ist es offenbar zu einem Wechsel in der Geschäftsleitung gekommen. Christof Gämperle, GL-Mitglied und Chef der Bauaktivitäten in den Deutschschweiz, sei von seinem Posten entfernt worden, heisst es in einem Artikel der "Schweiz am Wochenende" ohne Nennung einer Quelle. Seine Funktion werde von André Métral übernommen, der bisher für die Westschweiz zuständig war und nun die gesamte Schweiz verantwortet. Dies entspricht auch den Angaben auf der Homepage des Unternehmens. Dort ist auch Gämperle weiterhin als Mitglied der Geschäftsleitung aufgeführt, allerdings ohne Funktion. Die Zeitung zitiert in ihrem Bericht eine Sprecherin dahingehend, dass die Gespräche mit Gämperle über seine künftige Funktion am Laufen seien und dass darüber zu gegebener Zeit informiert werde. (SaW, S. 17)

POST: Post-Chefin Susanne Ruoff akzeptiert die Vorgaben des Bundes, wonach Postfinance keine Kredite und Hypotheken selbständig vergeben kann. "Das hat der Bund als Eigentümer verordnet, das gilt es zu akzeptieren", sagte sie in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". "Um nachhaltig profitabel zu bleiben, muss Postfinance deshalb neue, zinsunabhängige Ertragsquellen erschliessen", fügte sie an. "Potential bieten beispielsweise der Anlagebereich sowie langfristig die Beteiligung an jungen, innovativen und wachstumsorientierten Unternehmen im Fintechbereich." (NZZaS, S. 30; siehe auch separater Artikel)

HOTEL DOLDER: Das Hotel Dolder will offenbar das Vorgehen der Zollfahnder während der Razzia am vergangenen Dienstag nicht hinnehmen. Die Dolder Hotel AG habe wegen des "willkürlichen und unangemessenen Verhaltens" Beschwerde bei der Oberzolldirektion in Bern eingereicht, zitiert die "SonntagsZeitung" in einem Artikel Sacha Wigdorovits, den Sprecher des Dolder-Besitzers Urs Schwarzenbach. Letzterer bestreitet, dass die von der Zolldirektion im Hotel beschlagnahmten Bilder im Wert von rund 50 Mio CHF ihm gehören. Demnach sollen sie eine Galerie Minverva in Liberia gehören. Laut "SoZ", die sich dabei auf eigene Recherchen beruft, ist diese Galerie Minerva aber eine Strohfirma. Und dieses Offshore-Konstrukt werde von Zürich aus betrieben.(SoZ, S.1,6)

cf/

(AWP)