Presseschau vom Wochenende 23 (3./4. Juni)

Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
05.06.2017 18:01

UBS: Die UBS sieht sich, wie andere Banken auch, einem hohen Kostendruck ausgesetzt. Die Grossbank ist zwar mit einem Gewinnwachstum von 4% ins Geschäftsjahr 2017 gestartet, "aber die tiefen Zinsen bremsen das Geschäft", sagt der neue Chef der UBS Schweiz, Martin Blessing, im Interview mit der "NZZ am Sonntag" (NZZaS). Wegen der Negativzinsen könnten die Kundengelder nur schwer gewinnbringend angelegt werden. Durch den Umzug von bis zu 500 Mitarbeitenden nach Schaffhausen, weiteren bis zu 600 nach Biel und den Ausbau des Service-Zentrums im waadtländischen Renens spart die UBS unmittelbar bei den Mieten. "Bei den Personalkosten sparen wir zunächst nichts, weil die Mitarbeiter ja umziehen", räumte Blessing ein. Erst mit der Zeit würden über die Fluktuation auch leicht die Löhne sinken. (NZZaS, S. 27 f.)

SIKA: Paul Schuler, der neue Konzernchef von Sika, vertritt in einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende" (SaW) die altbekannte Linie des Innerschweizer Baustoffherstellers: Er lehnt die Übernahme durch den französischen Konzern Saint-Gobain ab. Er bestätigt die Wachstumsziele von Sika: Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2017 sei weiteres Wachstum mit einer Umsatzsteigerung von 6 bis 8% auf erstmals 6 Mrd CHF. (SaW, S. 17)

BANKEN: Schärfere EU-Regeln gefährden offensichtlich Arbeitsplätze bei Banken. Wie die "SonntagsZeitung" (SoZ) schreibt, sind nach der Bank am Bellevue bei weiteren Finanzinstituten Research-Abteilungen bedroht, weil die Kunden neu für Aktienanalysen zahlen müssten. (SoZ, S. 38)

SBB: Die SBB und die BLS starten einen neuen Versuch, in der Streitfrage um die Aufteilung der Konzession für den Bahn-Fernverkehr in der Schweiz eine gemeinsame Lösung zu finden. Die Gespräche waren vorübergehend auf Eis gelegt. Nun sitzen die Parteien wieder am Verhandlungstisch, wie die "SonntagsZeitung" (SoZ) schreibt. Beide Bahnen fürchten dem Bericht zufolge einen jahrelangen Rechtsstreit, wenn die Bundesbehörden die Fernverkehrskonzessionen ohne gütliche Einigung vergeben. Die SBB würden sich bereit zeigen, für die BLS Abstriche bei ihrem Monopol zu machen. (SoZ, S. 4; siehe auch separate Meldung)

INTERSPORT: Der Sporthändler Intersport liegt mit einem Umsatzanteil von gerade einmal einem Prozent im Onlinegeschäft weit hinter der Konkurrenz. Jetzt will der neue Chef Victor Duran Gas geben. Auch die Läden sollen grösser und trendiger werden. "Können wir keine attraktiven Onlineshops bieten, werden wir von der Konkurrenz abgehängt", sagte Victor Duran im Interview mit der "SonntagsZeitung" (SoZ). Für 2017 rechnet er mit "einem ähnlichen Ergebnis wie 2016, auch für die Schweiz". Doch im ersten Quartal lag die Schweiz drei Prozent im Minus. Duran will das mit der neuen Website und dem Onlineshop, der vor ein paar Wochen lanciert wurde, aufholen. (SoZ, S. 37; siehe auch separate Meldung)

cp/

(AWP)