Presseschau vom Wochenende 24 (10./11 Juni)

Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
11.06.2017 17:46

SNB: Die Schweiz soll einen Staatsfonds einrichten, ähnlich wie Norwegen. Diese fordert SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer in einem Vorstoss, den sie diese Woche einreichen wird, wie die "Zentralschweiz am Sonntag" und die "Ostschweiz am Sonntag" berichten. Laut einem Vorschlag von UBS-Ökonom Daniel Kalt könnte ein solcher Staatsfonds aus Gewinnen geäufnet werden, die sich aus den Verkäufen der Devisenbestände der Schweizerischen Nationalbank (SNB) in einer mittleren oder auch fernen Zukunft ergeben könnten. Dadurch würde die Bilanzhoheit der SNB nicht angetastet. (Zentralschweiz/Ostschweiz am Sonntag)

ROCHE: CEO Severin Schwan bleibt optimistisch für das Medikament Perjeta. "Wir sind davon überzeugt, dass Perjeta auch bei Brustkrebs im Frühstadium, wo eine Heilung möglich ist, eine wichtige Rolle spielen wird", sagte er gegenüber der "Sonntagszeitung". Diese Sicht werde von vielen führenden Experten im Bereich Brustkrebs geteilt, so der Roche-Chef weiter. Das Pharmaunternehmen war in den letzten Tagen wegen Perjeta unter Druck geraten. Unter anderem plant die amerikanische Anwaltskanzlei Goldberg Law PC, eine Sammelklage einreichen. Der Vorwurf: Roche habe im März zu optimistische Angaben zu einer Studie mit dem Wirkstoff gemacht. (SoZ, S. 33)

UBS: Axel Weber, Verwaltungsratspräsident der UBS, glaubt trotz der Pläne von US-Präsident Donald Trump nicht an eine laxere Kontrolle der amerikanischen Geldhäuser. "Es wird keine breite Deregulierungswelle für Banken in den USA geben", sagte er der "Welt am Sonntag". In Europa rechnet er zudem nicht mit einer stärkeren Regulierung. Zehn Jahre nach der weltweiten Branchenkrise würde man sich eher fragen, ob manche Regeln auch unbeabsichtigte Folgen hätten, die keinen zusätzlichen Beitrag zur Stabilität des Finanzsystems leisteten, sondern die Flexibilität der Wirtschaft unangebracht einschränkten. (Welt am Sonntag)

SIX: Die Idee einer Schweizer "Superbank" für die Verwaltung und Abwicklung ist gescheitert. Im letzten Jahr hatten sowohl die UBS als auch die CS die anderen Banken zu einer solchen Zusammenarbeit aufgerufen. Laut der Finanzdienstleisterin SIX ist die Umsetzung einer Superbank aber unrealistisch. "Wir haben festgestellt, dass die Banken sehr unterschiedliche Prioritäten, Systeme und Timings haben, weshalb es schlicht zu schwierig war, einen gemeinsamen Nenner zu finden", sagte SIX-Sprecher Julian Chan zur Nachrichtenagentur sda und bestätigte damit einen Bericht der "Sonntagszeitung". (SoZ, S.35)

SALT: Die Strahlungsgrenzwerte für Mobilfunk-Antennenstandorte sind Salt-Chef Andreas Schönenberger ein Dorn im Auge. Konkret schwebt ihm eine Verdreifachung der heutigen Grenzwerte vor, wie er gegenüber dem "Sonntagsblick" sagte. Auch damit lägen die Grenzwerte noch immer um einiges tiefer als zum Beispiel in der EU. Der Salt-Chef äusserte sich auch zum Thema Roaming. "Wir profitieren nicht von den in der EU ab Mittwoch geltenden Grosshandelspreisen und müssen die Einkaufspreise für Roaming-Dienstleistungen mit allen Partnern individuell verhandeln", sagte Schönenberger. Im Wissen um sinkende Roaming-Einkünfte im EU-Geschäft verlangten Anbieter aus der EU von den Schweizern sogar häufig mehr. (Sonntagsblick)

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(AWP)