Presseschau vom Wochenende 28 (15./16. Juli)

Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
16.07.2017 17:38

OERLIKON: CEO Roland Fischer will sich über kurz oder lang von der Getriebesparte (Drive Systems) trennen. "Die Getriebe-Sparte geben wir zum richtigen Zeitpunkt in die richtigen Hände", sagte er gegenüber der "Schweiz am Wochenende". Im Mai, bei der Publikation der Q1-Zahlen, hatte sich Fischer noch zurückhaltender geäussert: "Wir machen unsere Hausaufgaben bei der Repositionierung, und zu einem späteren Zeitpunkt sind hier Optionen möglich," meinte er damals in Bezug auf einen möglichen Verkauf. Abgesehen davon sieht Fischer im 3D-Druck nach wie vor grosses Potenzial. Er bestätigte im Interview die Investitionspläne, die Ausgaben von 300 Mio CHF über fünf Jahre vorsehen. Und er erhofft sich dadurch Umsätze von 300 Mio CHF bis ins Jahr 2020. "Das wären 15% Marktanteil", so der Firmenchef. (SAW, S. 14)

SIX: Die Schweizer Börsenbetreiberin SIX führt laut der "Finanz und Wirtschaft" eine Vernehmlassung zu einer "Lex ISS" durch. Demnach sollen kotierte Unternehmen in Zukunft offenlegen müssen, wenn ein Stimmrechtsberater gleichzeitig gegen eine Gebühr das Unternehmen und dessen Aktionär berät. Laut dem Bericht wehrt sich der führende Stimmrechtsberater ISS gegen eine solche Regelung. Andere Berater, so Glas Lewis, Ethos und zRating, unterstützten hingegen das Vorhaben. (FuW, S. 8)

SBB: Konzernchef Andreas Meyer rechnet damit, dass die Ticketpreise im Fernverkehr in Zukunft stabil bleiben oder gar sinken könnten. In einem Interview mit der "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" erklärte er, Automobilhersteller wollten das Autofahren billiger machen und würden ein grosses Potenzial für Kostensenkungen sehen. Deshalb arbeiteten die SBB daran, jede Preiserhöhung auf den Hauptlinien bis 2020 zu vermeiden. Angesichts der Konkurrenz auf der Strasse realisierten die SBB zudem ein Sparprogramm von 1,2 Mrd CHF und wollten die Auslastung der Züge verbessern. Dabei seien auch preisliche Anreize denkbar, etwa teurere Fahrten während der Stosszeiten. (SoZ, S. 14)

ABRAXAS/VRSG: Gegen die Fusion der beiden im Bereich Informatiklösungen tätigen Unternehmen Abraxas und Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen (VRSG) regt sich Widerstand. 100 Zürcher Kantonsräte haben laut der "Schweiz am Wochenende" eine entsprechende dringliche Anfrage beim Regierungsrat eingereicht. Abraxas gehört den Kantonen Zürich und St. Gallen, bei VRSG ist die Stadt St. Gallen grösster Aktionär. Laut dem Medienbericht ist das VRSG ein Sanierungsfall. (SAW, S. 16)

HOCHPREISINSEL: Der Bundesrat will neue Massnahmen treffen, die helfen sollen, Preise zu senken und den Einkaufstourismus einzudämmen. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann lässt ein Paket für Importerleichterungen zur Bekämpfung der Hochpreisinsel ausarbeiten. Wenn es dank besserer Rahmenbedingungen gelinge, in der Schweiz die Kosten zu senken, dann würden auch die Preise im Land sinken. Dies sei das beste Rezept gegen Einkaufstourismus, sagte der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung in einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende". (SAW, S. 3)

KRANKENKASSENPRÄMIEN: Um den Anstieg der Krankenkassenprämien zu dämpfen, will nun auch die CVP eine Volksinitiative lancieren. Die Parteileitung werde den Delegierten am Sommerparteitag Ende August einen Antrag stellen, berichtete die "NZZ am Sonntag". Der Partei schwebt demnach eine Kostenbremse im Gesundheitswesen vor: Steigen die Prämien in einem Jahr um mehr als einen gewissen Prozentsatz, wären Bund und Kantone gezwungen, sofort Massnahmen zu ergreifen. Neben der CVP planen auch andere Organisationen Initiativen zur Reform des Gesundheitswesens. Die SP etwa will ein Begehren lancieren, das die Prämienlast auf maximal 10% des Haushaltseinkommens limitiert. (NZZaS, S. 7)

rw/

(AWP)