Presseschau vom Wochenende 32 (12./13. August)

Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
13.08.2017 17:19

ARBONIA: Arbonia-Chef Alexander von Witzleben, glaubt nicht an eine anhaltende Abschwächung des Frankens. "Ich bin überzeugt, dass sich der Frankenkurs gegenüber den restlichen europäischen Währungen aufwerten und nicht abwerten wird", sagte der VR-Präsident und CEO des Ostschweizer Bauausrüsters in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". In seiner Planung gehe er davon aus, dass sich der Frankenkurs zum Euro "langfristig um die Parität, sprich 1:1 einpendeln wird". Von Witzleben sieht den Restrukturierungs- und Erneuerungsprozess der Arbonia als weit fortgeschritten" an, dieser solle auch vom bestehenden Führungsteam zu Ende gebracht werden. "Ob ich danach weiterhin als CEO agieren werde, werden der Verwaltungsrat und die Aktionäre bestimmen." (SoZ, S. 33)

ALSO: Der CEO des IT-Distributors Also, Gustavo Möller-Hergt, will die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens weiter verbessern. "Wir werden die Profitabilität nachhaltig erhöhen - und zwar in der Gesamtsumme, nicht als Marge von etwas", sagte Möller-Hergt im Gespräch mit der "Finanz und Wirtschaft" vom Samstag. Gleichzeitig peile er nach wie vor auch externes Wachstum an. Übernahmen in einer Grössenordnung von etwas mehr als 100 Mio EUR seien möglich. Weder bestätigen noch dementieren wollte der Also-CEO die im Juni aufgekommenen Börsengerüchte, wonach die chinesische HNA-Gruppe mit dem Also-Management über einen Kauf verhandle. Es gebe "viele Gerüchte im Markt". (FuW, S. 10)

ORELL FÜSSLI: Der Bund hat laut einer Meldung vom "SonntagsBlick" den Auftrag "Produktion Schweizer Visumsvignetten Schengen 2017" an die litauische Firma Garsu Pasaulis vergeben. Sie darf die Hochsicherheitsaufkleber bis 2020 für die Schweiz produzieren - mit Verlängerungsoption um weitere zwei Jahre. Das geht aus Simap, dem System für öffentliche Ausschreibungen, hervor. Bisher war die Schweizer Firma Orell Füssli Security Printing mit dem Druck der Visumsvignetten beauftragt. Weder Orell Füssli noch der Bund wollten sich gegenüber "SonntagsBlick" zu der Meldung äussern. (SonntagsBlick)

ZUKUNFTSFONDS: Der Unternehmer und ehemalige Roche-Finanzchef Henri B. Meier steht laut einem Bericht der "SonntagsZeitung" kurz vor der Realisierung seines "Zukunftsfonds". Der Fonds soll mit Geldern von Pensionskassen und anderen Investoren Schweizer Jungunternehmen fördern. Die Eingabe zur Bewilligung des Fonds bei der Finanzmarktaufsicht werde noch im August gemacht, zitiert die SoZ Karl Reichmuth von der Luzerner Bank Reichmuth, die Partnerin der Stiftung "Pro Zukunftsfonds Schweiz" ist. Der Fonds solle im vierten Quartal aufgelegt und durch ein Bankenkonsortium vertrieben werden. Ziel sei es, 500 Mio CHF zusammenzubringen. Es sei "bedrohlich für die Zukunft des Landes", wenn Jungunternehmen in der Schweiz kaum Risikokapital fänden, begründete Meier seine Initiative gegenüber der SoZ. (SoZ, S. 31)

DEUTSCHE EINWANDERER: Die meisten der derzeit über 300'000 Deutschen in der Schweiz fühlen sich in ihrem Gastland sehr wohl. Nur einer von drei erwägt laut einer Meldung der "NZZ am Sonntag" wieder in die alte Heimat zurückzukehren. Diese Angaben beruhen auf einer Nationalfondsstudie. Als Hauptgründe für das Wohlgefühl geben die Deutschen ihre berufliche Situation, ihren Lohn, den hohen Lebensstandard in der Schweiz und die stabile Wirtschaftslage hierzulande an. Trotz der immer wieder geführten Debatte über die angebliche Deutschenfeindlichkeit der Schweizer fühlen sich die meisten Eingewanderten gut integriert. (NZZaS, S. 22)

tp

(AWP)