Presseschau vom Wochenende 36 (09./10. September)

Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
10.09.2017 17:37

ABB: Der Industriekonzern ABB sieht im Bereich Robotik zurzeit einen kräftigen Aufschwung. ABB wachse schneller als der Gesamtmarkt und es sei eine Frage der Zeit, bis man die globale Marktführerschaft erreiche, wird ABB-Robotik-Divisionsleiter Sami Atiya in einem Artikel der Samstagsausgabe der NZZ zitiert. Laut Artikel belegt ABB mit 300'000 installierten Industrierobotern derzeit weltweit den zweiten Platz hinter dem japanischen Unternehmen Fanuc (400'000). Eine zeitliche Vorgabe, bis wann die Marktführerschaft erreicht werden soll, gebe es aber nicht. (NZZ, Ausgabe 9.9. S.27)

SWISSCOM/UPC: Das Telekomunternehmen UPC erwägt wegen der Vergabe der Fussballrechte eine Klage gegen die Fussball-Nationalliga und gegen die Erzrivalin Swisscom. Das sagt UPC-Chef Eric Tveter in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". Ein Entscheid sei noch nicht gefallen. UPC habe für die Fussballrechte ab 2017 den höchsten Preis geboten. Trotzdem sei das Unternehmen übergangen worden. "Ich frage mich, warum die Regeln des Bieterverfahrens nicht vorgängig von der Weko abgesegnet wurden", sagt Tveter gegenüber der Zeitung. (SoZ, S. 40 - siehe separate Meldung)

TOURISMUS: Die Erholung des Schweizer Tourismus setzt sich im Herbst laut der "SonntagsZeitung" fort. So rechnet Switzerland Travel Centre, eine Tochterfirma von Hotelleriesuisse, Schweiz Tourismus und SBB, aufgrund des aktuellen Buchungsstandes für die Monate September und Oktober mit einem Umsatzwachstum von rund 10% gegenüber dem Herbst des vergangenen Jahres. Stark sei die Nachfrage bei Schweizer Gästen sowie bei Reisenden aus China, Südkorea und Taiwan. (SoZ, S.41)

SRG: Der Branchenverband Economiesuisse will sich offenbar für den Gegenvorschlag zur "No-Billag-Initiative" einsetzen, der eine Halbierung der Radio- und Fernsehgebühren auf 200 CHF pro Jahr vorsieht. Man müsse "eine Fokussierung" des Senders auf seinen "Kernauftrag erzwingen", zitiert der "Sonntagsblick" aus einem Schreiben der Economiesuisse, das an verschiedene Parlamentarier verschickt worden sein soll. Weiter fordere der Brief, dass über Zwangsabgaben nur noch jene Leistungen des medialen Service public gefördert werden sollen, die von privaten Anbietern nicht erbracht werden könnten. (Sonntagsblick)

UHRENBRANCHE/ZENITH: Die zur LVMH-Gruppe gehörende Uhrenmarke Zenith soll unter neuer Führung wieder zum Wachstum zurückkehren. "Wir müssen unbedingt grösser werden", sagte der seit Mai amtierende Zenith-Chef Julien Tornare gegenüber der "NZZ am Sonntag". Im Vergleich zu den direkten Konkurrenten habe man aber noch einen langen Weg vor sich. Ziel sei es, die Marke zu verjüngen und einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Gemäss Artikel musste Zenith im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von rund 30% auf unter 100 Mio CHF verkraften. "Im laufenden Jahr werden wir wieder wachsen, aber die Rate wird sich im einstelligen Prozentbereich bewegen", so Tornare. Die Neuausrichtung der Marke werde auf lange Sicht geplant. (NZZaS, S.31)

IPO: Mit einem weiteren Börsengang kann in der Schweiz im laufenden Jahr wohl nicht gerechnet werden. Einige Unternehmen würden zwar einen Börsengang in Erwägung ziehen, wird Thorsten Pauli, Leiter Equity Capital Markets Schweiz bei der UBS, in einem Artikel der "Finanz und Wirtschaft" zitiert. Ein grösserer Börsengang sei aber im zweiten Halbjahr nicht in Sicht. Mit Landis+Gyr, Zur Rose sowie Galenica/Idorsia haben im laufenden Jahr bereits vier Unternehmen kotieren lassen. (FuW, Ausgabe 9.9; S.5)

MYRIAD: Das Ehepaar Ebner will ihre Beteiligung am Software-Hersteller Myriad nicht ausbauen. Wie aus den Beteiligungsmeldungen der SIX vom vergangenen Donnerstag hervorgeht, hatten die Grossaktionäre ihren Anteil am Unternehmen auf über 61% erhöht. Dies sei aber nicht auf einen Beteiligungsausbau zurückzuführen, sondern liege an der laufenden Kapitalerhöhung, wird BZ-Sprecher Ralph Stadler in einem Artikel der "Sonntagszeitung" zitiert. In der kommenden Woche werde man sehen, dass die Gruppe einen Anteil von unter 50% der Aktien halte. Bei Myriad besteht bereits seit 2016 eine Opting-Out-Klausel. (SoZ; S.41)

an/

(AWP)