Presseschau vom Wochenende 38 (17./18. September)

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
18.09.2016 17:22

ABB: ABB will sich offenbar nicht von der Sparte Stromnetze trennen. Das Geschäft bleibe bei ABB, weder ein Verkauf noch die Auslagerung in ein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Börsengang kämen in Frage, zitiert die "SonntagsZeitung" eine "bestens informierte Quelle aus der Konzernzentrale. Weiter interpretiert die Zeitung eine Auftragsmeldung der vergangenen Woche von ABB für die Sparte Stromnetze als Hinweis darauf, dass diese bei ABB bleiben werde. In der "Schweiz am Sonntag" wird gleichzeitig die Position des Grossaktionärs Cevian, der bekanntlich die Abtrennung der Sparte Power Grids anstrebt, einmal mehr aufgenommen. "Wenige Unternehmen, wenn überhaupt welche, waren in den letzten Jahren erfolgreich, indem sie sich breit aufgestellt haben", lässt sich in einem Artikel zu diesem Thema Lars Förberg, Managing Director von Cevian, zitieren. Die "NZZ am Sonntag" greift die Thematik ebenfalls auf, fokussiert sich dabei aber auf die Rolle der Hedge Funds insgesamt. (SoZ, S. 39; SaS, S. 21; NZZaS, S. 35; siehe separate Meldung)

LAFARGEHOLCIM: Der Verwaltungsratspräsident des Zementkonzerns LafargeHolcim, Beat Hess, will die Strukturen des Unternehmens weiter anpassen. "Grössere Abbaumassnahmen auf Konzernebene sind aber momentan nicht mehr nötig", sagte er in einem Interview mit der "SonntagsZeitung". "Diese Phase liegt hinter uns, die Integration der beiden Unternehmen ist weitgehend abgeschlossen. Das nächste strategische Ziel sei nun zu überprüfen, in welchen Ländern LafargeHolcim noch aktiv sein wolle. Es gelte zu analysieren, wo die Kapitalkosten verdient würden und ein angemessener Ertrag erzielt werde und wo nicht. Das Unternehmen erzielt laut Hess 80% des Betriebsgewinns in 25 Ländern. In 25 weiteren Ländern bestehe viel Verbesserungspotential. (SoZ, S. 35; siehe separate Meldung)

CREDIT SUISSE, UBS: Die Aufarbeitung des Immobiliencrash in den USA von 2008 - für die sich die Deutsche Bank nun mit einer Forderung von 14 Mrd USD seitens der amerikanischen Behörden konfrontiert sieht - dürfte auch die hiesigen Grossbanken Credit Suisse und UBS teuer zu stehen kommen. Bei den Vergleichszahlungen orientiere sich das US-Justizministerium grundsätzlich an der Grösse der Banken im jeweiligen Marktsegment, heisst es in einem Artikel der "NZZ am Sonntag". In diesem Zusammenhang hätten Analysten der US-Bank JP Morgan errechnet, dass die Deutsche Bank 3,2 Mio USD zahlen müsste, die Credit Suisse 3,1 Mrd USD und die UBS 0,9 Mrd, schreibt die Zeitung. JP Morgan habe indes eingeschränkt, dass dies keine verlässliche Prognose sei. (NZZaS, S. 31)

AFG: Bereit der ehemalige AFG-Lenker Edgar Oehler wollte offenbar das Industrieunternehmen Looser kaufen. Er sei aber mit seinen Avancen bei der Looser-Besitzerfamilie abgeblitzt, angeblich wegen menschlicher und unternehmerischen Schwächen, heisst es in einem Artikel der "SonntagsZeitung". Diese bezieht sich dabei unter anderem auf Aussagen des AFG-VR-Präsidenten Alexander von Witzleben. Oehler hat gegenüber der Zeitung seine Übernahme-Absichten bestätigt. In der vergangenen Woche gab AFG die Übernahme von Looser bekannt. (SoZ, S. 37)

LOHNHERBST: Im nächsten Jahr soll es schweizweit durchschnittlich 0,75% mehr Lohne geben. 92% der Unternehmen wollten nächstes Jahr ihre Lohnsumme erhöhen, heisst es in einem Artikel der "SonntagsZeitung", welche sich dabei auf eine Umfrage des Beratungsunternehmens Know stützt. Lediglich 8% der Unternehmen würden eine Nullrunde planen. (SoZ, S. 37)

cf

(AWP)