Presseschau vom Wochenende 38 (22./23. September)

Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
23.09.2018 17:21

ADECCO: Der Personaldienstleister Adecco hat bei den Margen wegen seiner Investitionen an Vorsprung vor der Konkurrenz eingebüsst. "Wir nehmen kurzfristig tiefere Margen in Kauf, um in Zukunftsbereiche und unsere digitale Infrastruktur zu investieren", sagte Adecco-CEO Alain Dehaze in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" vom Samstag. Auf die Marge drücke auch Deutschland, wo Adecco das General-Staffing-Geschäft von Adecco und Tuja zusammenführe. Für die Integration benötige Adecco "mehr Zeit als gedacht", räumte Dehaze ein. "Aber bis Ende nächsten Jahres wird dies abgeschlossen sein." (FuW, S. 10)

RAIFFEISEN: Der designierte Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Guy Lachappelle soll gemäss der "Sonntagszeitung" (SoZ) seine Aufgaben zumindest zu Beginn mit einem 100 Prozent-Pensum bestreiten. Bisher habe das Raiffeisen-Präsidium nur als 50-Prozent-Job gegolten. Damit dürfte Lachappelle lohnmässig auf eine knappe Million Franken kommen. Als BKB-CEO hatte Lachappelle vergangenes Jahr einen Lohn von 1,2 Millionen Franken bezogen, davon knapp 380'000 Franken als Bonus. (SoZ, S. 35)

FLUGHAFEN ZÜRICH: Zwischen dem Flughafen Zürich und seinem wichtigsten Kunden, der Fluglinie Swiss, herrscht laut einem Bericht der "NZZ am Sonntag" böses Blut. So sei die Swiss erbost darüber, dass der Flughafen seine Startkapazitäten zwischen 6 und 7 Uhr morgens ausbaue. Sie befürchte dadurch mehr Verspätungen schon am Morgen, was zu immer grösseren Ausschlägen im Laufe des Tages führen könnte. (NZZaS, S. 31)

PANAMA-PAPERS: Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) hat gemäss einem Bericht der "Sonntagszeitung" unter anderem dem Bundesamt für Polizei (Fedpol) Zugriff auf die sogenannten "Panama Papers" angeboten. Über die gut 16 Millionen Dokumente aus einer Offshore-Kanzlei hatten diverse Zeitungen berichtet. Die Schweiz habe die Dokumente aber noch nicht mitnehmen wollen: "Wir werden nun entscheiden, wie es weitergeht", sagte eine Sprecherin gegenüber der SoZ. Offenbar wurden der Schweiz Daten von Offshorefirmen angeboten, in denen Schweizer Bürger eine Rolle spielen. (SoZ, S. 38)

SBB: SBB-Chef Andreas Meyer hat mehr Service in den Zügen mit schnellem Gratis-Internet und Sitzplatzreservationen wie im Flugzeug angekündigt. Die Bahn wolle zudem künftig besser auf volle Züge und Ausweichmöglichkeiten hinweisen, sagte er im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Die Mobilfunkbetreiber hätten zusätzliche Antennen entlang des Bahnnetzes aufgestellt, und die SBB hätten Verstärker in den Wagen installiert. "Unsere Lösung wird den besseren Empfang bieten als WLAN", versprach der 57-jährige Manager. Zudem wollen die SBB die Reservationen erleichtern und den Kunden auf längeren Strecken "mehr Gewissheit geben, dass sie einen Sitzplatz haben". Künftig sollen Passagiere wie bei Kinos oder Fluggesellschaften im Voraus genau sehen und bestimmen, welchen Platz sie reservieren und bereits etwas zu essen oder einen Cappuccino vorbestellen können. (NZZaS, S. 29, s. separate Meldung)

REMO STOFFEL: Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat laut der "NZZ am Sonntag" gegen den Bündner Unternehmer Remo Stoffel nach fast zwei Jahre dauernden Vorabklärungen eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Steuerbetrug eröffnet. Weitere Angaben dazu macht die Staatsanwaltschaft nicht. Eine Strafanzeige des Steueramts des Kantons Zürich war 2016 eingereicht worden, weil Stoffel 2005 im Zusammenhang mit dem Kauf einer Immobilien-Tochter der Swissair Verrechnungssteuern nicht beglichen haben soll. Angeblich geht es um über 150 Millionen Franken. Stoffel betonte, bei der jetzt laufenden Untersuchung der Staatsanwaltschaft handle es sich um ein "Vorverfahren". "Ich kooperiere mit der Justiz." (NZZaS, S. 38)

tp/

(AWP)

 
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