Presseschau vom Wochenende 45 (12./13. November)

Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:
13.11.2016 17:34

NOVARTIS: Der Pharmakonzern Novartis denkt über die Zukunft seiner Augenheilsparte Alcon nach, bei der es nicht nach Wunsch läuft. "Alcon hat sich in den letzten zwei Jahren nicht so entwickelt, wie wir das erwartet hatten", sagt Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt im Interview mit der "Sonntagszeitung". Novartis konzentriere sich darauf, die Wende voranzutreiben. "In Zukunft halten wir uns aber alle Optionen offen. Da stellt sich auf lange Sicht die Frage, ob wir der beste Eigentümer für Alcon sind." (SoZ; S. 38/39, sh separate Meldung)

SIKA: Im Übernahmekampf um Sika berichtet die "Sonntagszeitung" über einen laut Text "geheimen Kaufvertrag", den die Erbenfamilie Burkard im Dezember 2014 mit der französischen Saint-Gobain als Käuferin eingegangen sei. Laut diesem hätten alle Verwaltungsräte von Sika abgewählt werden sollen, sobald sie die Stimmrechte der Familie beschneiden. Auch ist die im Bericht davon die Rede, dass Saint-Gobain bereits vor dem Vollzug des Kaufvertrags in für Sika wichtigen Belangen (Zukäufe im Wert von über 40 Mio CHF, Dividenden, Kommunikation) hätte Einfluss nehmen können. In einer am Sonntag dazu von den Vertretern der Burkard-Familie veröffentlichten Stellungnahme werden eine Reihe der im SoZ-Text gemachten Anschuldigungen zurückgewiesen. So sei der erwähnte Vertrag seit April 2015 nicht mehr gültig, heisst es darin etwa. Im heute gültigen Vertrag seien die damals enthaltenen Best Effort-Klauseln nicht mehr vorhanden, da sie eine konstruktive Kooperation zwischen Sika und Saint-Gobain vorausgesetzt hätten. (SoZ; S. 37/38)

SYNGENTA I: Die Nerven der Syngenta-Aktionäre werden in Sachen Übernahme durch Chemchina weiter auf die Probe gestellt. Wie die "Sonntagszeitung" schreibt, regt sich in China Widerstand gegen den Deal. Nach Hunderten von Beschwerden aus der Bevölkerung habe die chinesische Kommission zur Kontrolle und Verwaltung von Staatsvermögen (Sasac) eine gewissenhafte Prüfung des milliardenschweren Firmenkaufs eingeleitet, schreibt laut SoZ das Londoner Beratungsunternehmen Parr.

(SoZ; S. 42)

SYNGENTA II: Auch die "Schweiz am Sonntag" schreibt vom "Zittern um den Syngenta-Deal". Nach der Wahl Donald Trumps greife die Furcht vor einem Scheitern des 43-Mrd-Mergers um sich. Zwar habe in den USA das Komitee für Auslandsinvestitionen (Cfius) dem Merger bereits grünes Licht gegeben, doch sei nach der Trump-Wahl vieles unsicherer geworden. Anlass zur Sorge biete ein Bericht von Trumps Übergangs-Administration mit der Passage: "Zu den anderen Geschäften für den ersten Tag zählt, China als Währungs-Manipulator zu kennzeichnen (...) und das Amt des US-Handelsbeauftragten und Cfius zusammenzubringen, um alle wichtigen ausländischen Übernahmen von US-Unternehmen zu untersuchen und so gleiche Chancen für amerikanische Investoren im Ausland zu gewährleisten." Damit gehe die Sorge einher, dass Trump den Cfius-Entscheid zur Syngenta-Übernahme rückgängig machen könnte. (SaS; S. 23)

KTM INDUSTRIES: Die österreichische Fahrzeuggruppe KTM Industries geht am Montag - wie am vergangenen Freitag angekündigt - an die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange und macht sie zu ihrer Hauptbörse. Dabei ist im ersten Quartal 2017 geplant, den Streubesitz über eine Privatplatzierung zu erhöhen. CEO und Grossaktionär Stefan Pierer will dabei jedoch die Mehrheit behalten, wie er im Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" erklärt. (FuW; S. 10, sh separate Meldung)

DOSENBACH-OCHSNER: Der grösste Schuhhändler der Schweiz Dosenbach-Ochsner hat sich von seinem Geschäftsleiter Patrice Dupasquier getrennt. "Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Dosenbach-Ochsner AG, Patrice Dupasquier, verlässt das Unternehmen im gegenseitigen Einverständnis", zitiert die "Sonntagszeitung" aus einem Informationsschreiben an die Geschäftspartner. (SoZ; S. 40, sh separate Meldung)

mk

(AWP)