Schweizer Tochter der Bank Berenberg vor Geldbusse

Köln (awp/sda/reu) - Die Staatsanwaltschaft Köln hat Ermittlungen gegen Führungskräfte der Privatbank Berenberg wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eingestellt. Ein Sprecher des Instituts bestätigte dies am Mittwoch, wollte sich aber nicht zu Details äussern.
14.12.2016 18:02

Zuvor hatte darüber bereits das "manager magazin" berichtet. Dem Bericht zufolge wurden die Ermittlungen sowohl gegen das Hamburger Stammhaus als auch gegen die Luxemburger Tochter eingestellt.

Gegen die Schweizer Tochter der Berenberg Bank laufe ein weiteres Verfahren. Auch dort sei eine Einstellung wahrscheinlich, allerdings gegen die Zahlung einer Geldbusse von mehreren hunderttausend Euro, berichtete das Onlineportal manager-magazin.de. Darüber hinaus müsse die Bank wohl Gewinne von bis zu 4 Mio Euro, die sie mit Geschäften in der Schweiz erzielt habe, an die Staatskasse zahlen.

Die Berenberg Bank war durch die Enthüllungen über die "Panama Papers" aus der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt: Sie soll dort 13 Briefkastenfirmen vermittelt und 76 Konten eingerichtet haben.

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(AWP)