SHL-Aktionärin Cai Mengke sieht sich nicht als kontrollierende Aktionärin

Cai Mengke, eine bedeutende Aktionärin von SHL Telemedicine, sieht sich nicht als kontrollierende Aktionärin des Unternehmens. Sie sei an der vergangenen Generalversammlung vom 11. Mai 2017 zusammen mit einem anderen Aktionär betreffend der Wahl eines unabhängigen Verwaltungsrates entgegen ihrer Deklaration als gemeinsam handelnde, kontrollierende Aktionäre klassifiziert worden, heisst es in einer Stellungnahme, die von SHL am Donnerstag publiziert worden ist.
18.05.2017 07:45

In ihrer Stellungnahme wiederholt Cai Mengke die Erklärung, die sie bei der vorigen Generalversammlung vom 5. Januar 2017 gemacht hatte, wonach sie keine kontrollierende Aktionärin der Gesellschaft sei und mit keinem der anderen Aktionäre der Gesellschaft gemeinsam handle.

Im Januar wehrte sich eine Aktionärsgruppe, vertreten durch Yariv Alroy, gegen die am 5. Januar erfolgte Wahl von Ronen Harel zum unabhängigen Mitglied des Verwaltungsrats. Diese kritisierten, die Investoren Cai Mengke und Himalaya Asset Management Limited seien kontrollierende Aktionäre von SHL und würden gemeinsam handeln. Daher verstosse die Wahl von Harel an der ausserordentlichen Generalversammlung gegen die herrschenden Gesetze Israels und sei damit nichtig.

Ende Januar wurde dann aber von einem Bezirksgericht in Tel Aviv das von den Aktionären eingereichte Gesuch um Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen das Unternehmen wegen der Wahl eines externen Verwaltungsrates endgültig abgelehnt.

Gemäss letzter Meldung an die Schweizer Börse hält Cai Mengke 29,85% an SHL und Himalaya 10,12%. Die Aktionärsgruppe um die Familien Alroy und Shalev wiederum meldete letzten Dezember eine Beteiligung von 23,05% am Medtech-Unternehmen.

sig/tp

(AWP)