Singapur will Massnahmen ergreifen im Zusammenhang mit 1MDB - UBS betroffen

Zürich (awp) - Der UBS droht von der Finanzaufsicht in Singapur im Zusammenhang mit dem 1MDB-Skandal Ungemach. Untersuchungen gegen verschiedene Banken, darunter die UBS, seien abgeschlossen und die Beurteilung werde nun finalisiert, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung des Generalstaatsanwalts (Attorney-General's Chambers), des Commercial Affairs Department der Polizei und der Monetary Authority of Singapore (MAS) vom Donnerstag.
21.07.2016 07:20

Die vorläufigen Ergebnisse seien, dass es bei der UBS AG, dem UBS-Ableger in Singapur sowie bei DBS und Standard Chartered Bank (SCB) sowie dem SCB-Ableger in Singapur teilweise zu Kontrollversagen gekommen sei. In einige Fällen habe es zudem Schwächen im Prozess beim Akzeptieren von Kunden und beim Überwachen von Transaktionen gegeben. Es habe zudem Verzögerungen bei der Erkennung und beim Melden von verdächtigen Transaktionen gegeben.

Die Verfehlungen seien ernst, und es würden regulatorische Massnahmen ergriffen. Jedoch hätten die Untersuchungen durch die MAS keine übergreifenden Kontrollmängel oder Fehlverhalten von Mitarbeitern zutage geführt, wie im Fall von BSI. Der Tessiner Privatbank war im Mai die Lizenz in Singapur entzogen worden, und das Institut durfte nur bestehen bleiben, da sie ohnehin von EFG übernommen werden sollte.

Auch bei der Falcon Private Bank seien substantielle Unregelmässigkeiten gefunden worden, allerdings sei die Untersuchung in diesem Fall nicht abgeschlossen.

ys/ra

(AWP)