Sonova-Aktien brechen ein - Sorgen um verschärfte Konkurrenz

Sonova-Aktien setzen ihre steile Abwärtsbewegung am Montag fort. Mit Kursverlusten von zeitweise annähernd 10 Prozent sind die Anteilsscheine des Herstellers von Hörsystemen der mit Abstand grösste Verlierer unter den Schweizer Blue Chips. Es ist zudem der dritten Handelstag in Folge, dass die Titel deutlich verlieren. Am Markt werden Gründe wie ein sich verschärfender Konkurrenzkampf in den USA angeführt.
08.10.2018 12:34

Gegen 12.20 Uhr kosten Sonova-Aktien 169,40 Franken. Das ist ein Minus von 9 Prozent. Zum Vergleich: Am vergangenen Mittwoch sind sie bei einem Stand von knapp 200 Franken aus dem Handel gegangen. Der Gesamtmarkt (SPI) steht zeitgleich 0,98 Prozent tiefer.

Händler verweisen auf eine Studie von Bernstein. Darin greift Analystin Lisa Clive die jüngste Marktzulassung für ein selbst anpassbares Hörgerät der Firma Bose auf. Damit steigt der Hersteller von Unterhaltungselektronik in den US-Einzelhandel ein. Noch sei sie zwar nicht übermässig besorgt, dennoch sei Bose eine Kraft im Markt, mit der in den USA in Zukunft möglicherweise zu rechnen sei. Immerhin sei das System des Unternehmens so konzipiert, dass es Audiologen überflüssig mache.

Wie gross die Sorge am Markt vor einem sich verschärfenden Wettbewerb ist, zeigen neben dem Sonova-Kurs auch die Kursreaktionen der beiden dänischen Konkurrenten William Demant und GN Store Nord. Beide Papiere sacken an der Börsen in Kopenhagen um mehr als 11 Prozent ein.

Sonova-Aktien haben aber bereits in den vergangenen Tagen zu den grösseren Verlieren am Markt gehört. Wie es im hiesigen Handel weiter heisst, sinkt bei vielen Marktteilnehmern die Hoffnung auf ein Jahresendrally zusehends. Das sorge gerade bei kurzfristig orientierten Investoren für Umschichtungen.

hr/cf

(AWP)