Syngenta: S&P senkt Kreditrating nach ChemChina-Übernahme auf 'BBB-' von 'A+'

Die Ratingagentur Standard&Poor's (S&P) stuft das Langfristrating für den Agrochemiekonzern Syngenta bzw. für die niederländische Übergangsgesellschaft CNAC Saturn BV auf 'BBB-' von zuvor 'A+' und jenes für kurzfristige Kreditverpflichtungen auf 'A-3' von 'A-1'. Gleichzeitig nimmt die Agentur die Ratings von der "Creditwatch"-Liste und setzt den Ausblick auf 'stabil', wie es in der S&P-Mitteilung vom Freitag heisst.
19.05.2017 14:05

Nachdem die chinesische ChemChina ein Übernahmeangebot im Umfang von 43 Mrd USD vorgelegt hatte, überprüfte S&P die Syngenta-Ratings mit einer negativen Implikation. Der Kauf der Aktien werde über ein 37,5 Mrd-schweres Paket vor allem bestehend aus unbefristet laufenden Bonds und Darlehen sowie aus bestehenden finanziellen Ressourcen von ChemChina finanziert. Zudem laufe eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe von 6,5 Mrd über die ChemChina-Tochter CNAC Saturn.

Für CNAC Saturn schätzt S&P das Ratio der Funds From Operations (FFO) zur Verschuldung im Jahr 2017 auf 20 bis 24%. Dieses Ratio werde durch eine starke und stabile Performance gestützt, unter der Annahme, dass der EBITDA nach Restrukturierungskosten im laufenden Jahr mindestens bei 2,4 bis 2,5 Mrd USD zu liegen komme. Auf diesen Kennzahlen basieren laut den Angaben die angepassten Ratings.

mk/cp

(AWP)