Tagesüberblick Wirtschaft

Basel (awp/sda) - Donnerstag, 28. Januar 2016
28.01.2016 17:46

FRANKEN FRISST GEWINN: Der Pharmakonzern Roche hat im vergangenen Geschäftsjahr 9,056 Milliarden Franken Gewinn gemacht. Das ist zwar weniger als im Vorjahr, doch ohne den negativen Währungseinfluss erwirtschaftete der Konzern ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch der konzernweite Umsatz von 48,145 Milliarden Franken legte nach konstanten Währungen um 5 Prozent zu (+1 Prozent in Franken). Dabei wuchs die stärkere Division Pharma mit einem Umsatz von 37,331 Milliarden Franken nach konstanten Währungen um 5 Prozent (+2 Prozent in Franken). Die Division Diagnostics erwirtschaftete einen Umsatz von 10,814 Milliarden Franken, nach konstanten Währungen ein Plus von 6 Prozent (0 Prozent in Franken) gegenüber dem Vorjahr.

STABILES GEHALT: Severin Schwan, CEO von Roche, verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr 11,95 Millionen Franken. Im Jahr davor waren es 11,99 Millionen gewesen. Sein Grundgehalt blieb stabil bei 4 Millionen Franken. Damit überrundet er Joseph Jimenez, CEO von Novartis. Das Gremium der Roche-Geschäftsleitung wurde 2015 insgesamt mit 41,2 Millionen Franken vergütet, wie im Geschäftsbericht mitgeteilt wird. Im Vorjahr waren es 42,9 Millionen Franken gewesen. Der ehemalige Lufthansa-Manager und Roche-Verwaltungsratspräsident Christoph Franz bezog für 2015 insgesamt 5,7 Millionen Franken. Im Vorjahr hatte er 4,0 Millionen bekommen. Allerdings hatte er den Posten als Verwaltungsratspräsident erst im März angetreten.

EXPANSIVE GELDPOLITIK: Die Bilanzsumme der Schweizerischen Nationalbank SNB ist mit rund 620 Milliarden Franken in den vergangenen Jahren derart stark gewachsen, dass sie inzwischen ähnlich gross wie das Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz ist. Vor zehn Jahren betrug die Bilanzsumme der Nationalbank laut einer Untersuchung der Grossbank UBS gerade mal ein Fünftel der Schweizer Wirtschaftsleistung. Das neue Verhältnis ist auch im internationalen Vergleich ein enormer Wert. Die Bilanzsummen der amerikanischen Notenbank und der Europäischen Zentralbank machen gerade einmal rund 25 Prozent der jeweiligen Wirtschaftsleistung eines Jahres aus. Die Aufblähung der Bilanzsumme in der Schweiz ist auf die anhaltenden Devisenkäufe der SNB zurückzuführen. Angesichts der neuen Grössenverhältnisse warnen die UBS-Ökonomen vor zwei Risiken: Einerseits könnte der Nationalbank drohen, dass ihr Eigenkapital aufgefressen wird oder dieses sogar in den negativen Bereich rutschen könnte. Zum anderen könnte die Geldmenge, welche die Notenbank in das System gepumpt hat, zu hoher Inflation führen.

KONJUNKTURFLAUTE IN SICHT: Viele Schweizer Unternehmen schätzen ihre eigene Lage derzeit weniger stabil ein als auch schon und rechnen für das laufende Jahr mit einem Konjunkturabschwung. Der Anteil der Skeptiker, die von einer Verschlechterung der Wirtschaftslage für die kommenden sechs Monate ausgehen, überwiegt erstmals seit Jahren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor. Demnach hat sich der Anteil der Konjunkturpessimisten gegenüber Januar 2015 von 13 Prozent auf 26 Prozent verdoppelt, während der Anteil der Optimisten auf 23 Prozent leicht gesunken ist. Insofern ist die Mehrheit also skeptisch, und eine solche Situation gab es bei der halbjährlich erhobenen Untersuchung seit Januar 2012 nicht mehr. Als Hauptursachen dafür müssen die anhaltende Frankenstärke sowie eine Schwächung der Binnenkonjunktur herhalten. Als Massnahmen zur Abfederung der Frankenstärke baut jede fünfte Firma der befragten 700 Gesellschaften bei sich Personal ab oder verlagert Tätigkeiten ins Ausland.

WEITERES WACHSTUM: Trotz des Frankenschocks ist der Schweizer IT- und Telekommarkt im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Der Umsatz legte um 1,7 Prozent auf 30,4 Milliarden Franken zu. Das Wachstum ist dem IT-Markt zu verdanken. Hier nahm der Umsatz um 2,8 Prozent auf 18,3 Milliarden Franken zu. Am stärksten wuchs der Softwaremarkt, der um 6,4 Prozent auf 5,6 Milliarden Franken zulegte. Auch die IT-Dienstleistungen steigerten sich um 2,7 Prozent auf 9,8 Milliarden Franken. Der Verkauf von Computern brach nach dem Anstieg im Vorjahr um über 11 Prozent auf 2,3 Millionen Stück ein. Der Schweizer Telekommarkt stagnierte bei 12,1 Milliarden Franken. Der Umsatz mit Mobiltelefonen hat weiter um 6,6 Prozent auf 2,2 Milliarden Franken zugenommen. Dagegen gab das klassische Telekomgeschäft um 1,4 Prozent auf 9,3 Milliarden Franken nach.

RÜCKLÄUFIGE MIETEN: Die Schweizer Wohnungsmieten sind im vierten Quartal 2015 um rund 1,7 Prozent gesunken. Besonders Neubauwohnungen wurden in den letzten drei Monaten des Vorjahres deutlich günstiger vermietet als noch im Vorquartal (-2,3 Prozent) sowie vor Jahresfrist (-0,7 Prozent). Auch bei Altbauwohnungen waren laut einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) die Mieten im Vergleich mit dem Vorquartal rückläufig und gaben rund 1 Prozent nach. Im Vorjahresvergleich ging es allerdings über die ganze Schweiz gesehen um 2,3 Prozent aufwärts. Bei den neugebauten Büroflächen zeichnet sich landesweit ein völlig anderes Bild. Laut FPRE stiegen in dieser Kategorie die Mieten zum Vorquartal um 1,4 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben die Autoren der Studie aber fast 4 Prozent geringere Büromieten registriert.

GEWINNPLUS BEI BEKB: Die Berner Kantonalbank (BEKB) hat im vergangenen Jahr zwar etwas mehr verdient. Der Gewinn liegt mit 131,3 Millionen Franken 0,7 Prozent über dem Vorjahr. Doch dies ist vor allem mit Sondereffekten wie etwa dem Verkauf der Swisscanto-Beteiligung an die Zürcher Kantonalbank (ZKB) zu verdanken. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft ging hingegen deutlich um 6,1 Prozent auf rund 286 Millionen Franken zurück. Auch die anderen beiden wichtigen Ertragspfeiler, der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie dem Handelsgeschäft, standen unter Druck. Dennoch will die BEKB will den Aktionären eine 20 Rappen höhere Dividende von 6 Franken bezahlen.

MAGNET LUZERN: Als einzige Schweizer Region hat es Luzern in die Rangliste der besten Tourismus-Destinationen im Alpenraum geschafft. Am beliebtesten sind die Reiseziele in Österreich. Luzern steht auf dem zweiten Platz der Beliebtheitsskala "BAK Topindex" für das Jahr 2014, wie das Konjunkturforschungsinstitut Bakbasel mitteilte. Die Nase vorne hatte Grossarltal in der Region Salzburg. Auf Rang drei folgte das Kleinwalsertal in Vorarlberg. Zwölf der 15 besten Reiseziele befinden sich laut der Studie in Österreich. Neben Luzern haben es einzig Alpe di Suisi in Italien (Rang 5) und Oberstdorf im Allgäu in Deutschland (Rang 11) in die Liste geschafft. Die Bewertung beruht auf der Leistung der jeweiligen Destinationen bezüglich Marktanteil, Auslastungsgrad und Ertrag pro Nacht.

ASCOM MIT GEWINNEINBRUCH: Das Technologieunternehmen Ascom hat im vergangenen Jahr Federn lassen müssen. Der Umsatz tauchte um 6,1 Prozent auf 411 Millionen Franken. Dabei bekam Ascom die Währungen zu spüren. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um 1,5 Prozent gewachsen, teilte das Unternehmen in einem Communiqué aufgrund vorläufiger Zahlen mit. Der Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (EBITDA) brach ein. Ascom habe eine EBITDA-Marge von 11,5 Prozent erzielt. Dabei sind Restrukturierungskosten von 4 Millionen Franken für die Sparte Network Testing, die Mobilfunknetze optimiert, nicht berücksichtigt. Damit hat Ascom nach Berechnung der Nachrichtenagentur sda noch einen EBITDA von 47,3 Millionen Franken erzielt. Das sind 27 Prozent weniger als im Vorjahr. Unter dem Strich sei ein Nettoergebnis von 24 Millionen Franken angefallen, hiess es weiter. Im Vorjahr hatte Ascom noch 38,5 Millionen Franken Reingewinn eingefahren.

LICHTBLICK FÜR MEYER BURGER: Der Solarzulieferer Meyer Burger bekommt die steigende Investitionslust im Sektor zu spüren. Die Auftragseingang nahm 2015 um 28,5 Prozent auf 418,9 Millionen Franken zu. Der Auftragsbestand lag damit Ende Jahr bei 257,5 Millionen Franken - ein Plus von 35,5 Prozent. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr auf 323,6 Millionen Franken, wie das Unternehmen aufgrund ungeprüfter Zahlen bekanntgab. Bereits im November hatte Meyer Burger angekündigt, der Umsatz werde deutlich tiefer ausfallen, weil sich einzelne grössere Projekte verzögerten. Die entsprechenden Umsätze und Gewinnbeiträge würden 2016 fällig, hiess es.

NEUE BLACKLIST : Die EU-Kommission will eine neue schwarze Liste von Drittstaaten ausarbeiten, die sich nicht an die Bemühungen der Europäischen Union für faire Steuersysteme und den Kampf gegen Steuerflucht beteiligen wollen. Die Schweiz soll nicht auf ihr stehen. Derzeit gebe es nur nationale Listen in der EU, sagte Steuerkommissar Pierre Moscovici in Brüssel. In dem von der EU-Kommission vorgelegten Paket zu Anti-Steuerbetrugsmassnahmen wird auch auf die Liste von Drittländern verwiesen. Allerdings sind von den 28 EU-Staaten nur 13 angeführt, die über solche schwarzen Listen von Steueroasen mit unterschiedlicher Anzahl von Drittländern verfügen. Die 15 anderen Mitgliedsstaaten haben keine solche Liste.

IWF REFORMIERT: Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) sind nach langer Verzögerung die ersten Reformschritte in Kraft getreten. Die Reform, die vor dem Hintergrund der Finanzkrise im Dezember 2010 beschlossen worden war, soll langfristig die ständigen Finanzmittel des globalen Kreditgebers auf 659 Milliarden Dollar verdoppeln. Zudem wird der Einfluss der Schwellen- und Entwicklungsländer auf die Entscheidungsfindung im IWF-Exekutivdirektorium gestärkt. In einem ersten Schritt sollen die 24 Mitglieder des Exekutivdirektoriums von den 188 Mitgliedsländern gewählt werden. Bisher gehörten dem Gremium automatisch die fünf Mitglieder mit dem höchsten Kapitalanteil an. Bisher waren dies die USA, Japan, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien.

LANGSAMERES WACHSTUM: Die britische Wirtschaft hat im vorigen Jahr an Fahrt verloren. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg um 2,2 Prozent, wie das Nationale Statistikamt ONS in London mitteilte. 2014 hatte es noch ein kräftiges Plus von 2,9 Prozent gegeben. Die britische Wirtschaft musste damit der globalen Konjunkturabkühlung Tribut zollen. Allerdings konnte die Wirtschaft im Schlussquartal - wie von Ökonomen erwartet - ihr Wachstum leicht auf 0,5 von 0,4 Prozent im Sommer beschleunigen. Die britische Wirtschaft war 2014 der Wachstumsstar in der G7-Gruppe der führenden Industrieländer. Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das BIP auch in diesem und im kommenden Jahr um 2,2 Prozent zulegen.

ALIBABA WÄCHST KRÄFTIG: Der chinesische Onlinehändler Alibaba hat vom brummenden Geschäften im Weihnachtshandel profitiert. Der Rivale von US-Marktführer Amazon steigerte den Umsatz im abgelaufenen Quartal überraschend kräftig um 32 Prozent auf 34,5 Milliarden Yuan (5,3 Milliarden Franken). Allerdings bekommt Alibaba auch die Konjunkturabkühlung in China zu spüren. Der Gesamtwert der Waren, die dort über die Handelsplattformen des Konzerns abgewickelt werden, stieg zwar um 23 Prozent. Doch war dies die geringste Zunahme seit mehr als drei Jahren. US-Konkurrent Ebay geriet zuletzt in Hintertreffen und musste im Weihnachtsgeschäft unerwartet grosse Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verkraften.

H&M MIT UMSATZSPRUNG: Der schwedische Modekonzern H&M hat im Ende November abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 den Umsatz um 19 Prozent auf 209,9 Milliarden Schwedische Kronen gesteigert. Der Reingewinn dagegen erhöhte sich lediglich um 4,6 Prozent auf 20,9 Milliarden Kronen. H&M erklärt diese unterschiedliche Entwicklung einerseits mit der Aufwertung des Dollars, die den Wareneinkauf, den Transport und die Herstellung der Kleider teurer gemacht habe. Andererseits musste der Modekonzern wegen dem ungewohnt warmen Wetter im Herbst die Preise für Winterkleider herabsetzen. In der Schweiz musste der Modekonzern in Lokalwährung einen Umsatzrückgang um 2 Prozent auf 6,8 Milliarden Kronen hinnehmen.

FORD SCHAFFT WENDE: Ford hat zum Jahresende 2015 deutlich besser verdient als erwartet - auch in Europa schrieb der US-Autobauer wieder schwarze Zahlen. Im vierten Quartal kletterte der Überschuss auf 1,9 Milliarden Dollar. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum war wegen hoher Sonderkosten noch ein Verlust von 2,5 Milliarden Dollar angefallen. Der Umsatz legte im Schlussquartal um zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 40,3 Milliarden Dollar zu. Ford profitierte vor allem vom boomenden Absatz im US-Heimatmarkt, wo die niedrigen Spritpreise die Verkäufe von schweren Fahrzeugen wie dem Pickup-Truck F-150 befeuern. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Ford den Überschuss von 1,2 auf 7,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um 5,5 Milliarden auf 149,6 Milliarden Dollar.

MÖGLICHE VERHANDLUNGEN: Angesichts der niedrigen Ölpreise hat sich Russland zu Gesprächen mit dem Öl-Kartell OPEC über eine mögliche Senkung der Fördermengen bereit erklärt. Es könne über eine Verringerung um bis zu fünf Prozent je Land gesprochen werden, sagte Energieminister Alexander Nowak in St. Petersburg. Die zuletzt stark unter Druck geratenen Ölpreise setzten aufgrund der Spekulationen zu einem Höhenflug an. Die von Saudi-Arabien dominierte Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) plane für Februar ein Treffen, zu dem auch Nicht-Mitglieder wie Russland eingeladen würden, sagte er. Es gehe dabei um Beratungen zum Ölpreis und zu Möglichkeiten, die Fördermengen zu koordinieren, sagte Nowak.

FUSION STEHT BEVOR: Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell hat die letzte grosse Hürde auf dem Weg zur geplanten Elefantenhochzeit mit dem Konkurrenten BG Group genommen. Einen Tag nach den Shell-Aktionären gaben nun auch die Anteilseigner des britischen Gasspezialisten BG Group grünes Licht für den geplanten Zusammenschluss beider Konzerne. Auf der Generalversammlung entfielen mehr als 99,5 Prozent der Stimmen auf Ja, wie BG im Anschluss mitteilte. Das Geschäft könne nun wohl bis zum 15. Februar unter Dach und Fach gebracht werden. Shell hatte im April vergangenen Jahres die Übernahme publik gemacht. Damals war der Deal rund 47 Milliarden britische Pfund (68 Milliarden Franken) wert. Seitdem ist der Kaufpreis, der zum Teil in Aktien von Shell bezahlt wird, wegen des gesunkenen Aktienkurses auf rund 35 Milliarden Pfund zurückgegangen.

STAATSHILFE BEIM ÖL: Grossbritannien greift der unter dem Preisverfall leidenden Ölindustrie in Schottland unter die Arme. Das Hilfspaket beträgt 250 Millionen Pfund (364 Millionen Franken), wie die Regierung in London mitteilte. Es soll der Öl- und Gasindustrie der Region dabei helfen, ihre Expertise weltweit zu verkaufen. Ausserdem soll der Nordosten Schottlands dabei unterstützt werden, sich wirtschaftlich breiter aufzustellen. Das Hilfspaket wird zu gleichen Teilen von der britischen Regierung und der schottischen Regionalregierung mit Sitz in Edinburgh gezahlt. Der Ölpreis ist im vergangenen Jahr um mehr als 30 Prozent gefallen und seit dem Jahresbeginn um weitere 20 Prozent zurückgegangen. Grund ist die Überproduktion.

CHIQUET SAGT ADIEU: Chanel-Chefin Maureen Chiquet ist im Streit über den Kurs des französischen Luxusmodehauses mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Bis ein Nachfolger gefunden ist, führt Alain Wertheimer, dem Chanel gemeinsam mit seinem Bruder Gerard Chanel gehört, die Geschäfte. Chiquet war neun Jahre Chefin von Chanel und eine der wenigen Frauen an der Spitze eines grossen Luxusmodehauses. Experten zufolge stolperte sie vor allem über Fehler im Geschäft in China, das von einer Abkühlung der Konjunktur betroffen ist.

(AWP)