Tagesüberblick Wirtschaft

Bern (awp/sda) - Donnerstag, 20. Oktober 2016
20.10.2016 17:38

WACHSTUMSZIEL VERFEHLT: Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist in den ersten neun Monaten aus eigener Kraft um 3,3 Prozent gewachsen. Das ist zu wenig, um das selbst gesteckte Ziel von 4,2 Prozent organischem Wachstum in diesem Jahr zu erreichen. Nestlé schraubt nun die Wachstumsprognose nach unten. Bisher hatte sich der Konzern vorgenommen, dieses Jahr um 4,2 Prozent zu wachsen. Nun soll es noch ein Plus von rund 3,5 Prozent geben, wie Nestlé mitteilte. Das langfristige Ziel von 5 bis 6 Prozent wird bereits das vierte Jahr in Folge verfehlt. Das deflationäre Umfeld und tiefe Rohmaterialpreise, die Preiserhöhungen schwierig machen, drücken auf das Wachstum. Insgesamt setzte Nestlé in den ersten neun Monaten 65,5 Milliarden Franken um.

ERWARTUNGEN ERFÜLLT: Der Pharmakonzern Roche hat seine Verkäufe in den ersten neun Monaten um 6 Prozent gesteigert. Der Umsatz betrug 37,5 Milliarden Franken und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus 4 Prozent. Die Steigerung ist vor allem auf gute Verkäufe der Brustkrebsmedikamente Perjeta und Herceptin sowie dem Präparat Actemra gegen rheumatoide Arthritis zurückzuführen, wie der Basler Konzern mitteilt. Für das Gesamtjahr bestätigt Roche den Ausblick. Severin Schwan rechnet nach wie vor mit einem Verkaufszuwachs im tiefen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Zudem wird eine höhere Dividende in Aussicht gestellt.

REKORDÜBERSCHUSS ERZIELT: Die boomende Pharmaindustrie beschert dem Schweizer Aussenhandel einen Rekordüberschuss. Die Exporte übertrafen die Importe zwischen Juli und September um 10,2 Mrd. Franken. Damit knackte der Überschuss in der Handelsbilanz erstmals die 10-Milliarden-Marke in einem Quartal. Nach dem Taucher im Jahr 2015 wegen des Frankenschocks durch die Aufhebung des Euro-Mindestkurses haben die Exporte im laufenden Jahr ständig zugelegt. In den ersten neun Monaten erreichten sie 157,6 Mrd. Franken. Dies ist ein ein Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Alleine im dritten Quartal kletterten die Ausfuhren um 6,4 Prozent auf 52,5 Mrd. Franken. Auf der anderen Seite legten die Importe um 6,2 Prozent auf 42,4 Mrd. Fr. zu. Damit hält der Aufwärtstrend seit dem Herbst 2015 an. Die Exporte übertreffen saisonbereinigt wieder das Niveau vor der Aufhebung des Euro-Mindestkurses deutlich.

ERGEBNIS GESTEIGERT: Beim Baselbieter Biotechkonzern Actelion stehen die Zeichen auf Wachstum. Umsatz und Gewinn liegen nach neun Monaten im Plus. Unter dem Strich bleibt ein Reingewinn von 581 Millionen Franken. Das ist fast ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz legte Actelion um 17 Prozent auf fast 1,8 Milliarden Franken zu. Der Konzern hat dank den guten Ergebnissen die Prognose zum dritten Mal in diesem Jahr erhöht. Neu rechnet das Management mit einem Kernbetriebsgewinn zwischen 15 und 17 Prozent (zu konstanten Wechselkursen). Noch im Sommer hatte Actelion höchstens ein Plus von 14 Prozent in Aussicht gestellt.

AUFTRAGSEINGANG REDUZIERT: Der Industriekonzern Sulzer hat bei den Bestellungen auch im dritten Quartal nicht das Niveau des Vorjahresquartals erreicht. Der Auftragseingang reduzierte sich um 4,9 Prozent. Damit hat sich der Rückgang gegenüber den Vorquartalen verringert. Die leichte Verbesserung begründet Sulzer mit der angestiegenen Nachfrage aus dem Energiemarkt. Im Öl- und Gasmarkt dagegen meldet Sulzer weiter rückläufige Bestellungen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2016 bestätigt Sulzer die bisherigen Prognosen. Demnach soll der Bestellungseingang währungsbereinigt um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr schrumpfen. Beim Umsatz erwartet der Industriekonzern ein Minus von 5 bis 10 Prozent.

ERNEUT GEWACHSEN: Nach einem guten Jahresauftakt setzt das St. Galler Messtechnikunternehmen Inficon den Wachstumskurs auch in der zweiten Jahreshälfte fort. Der Umsatz ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,2 Prozent auf 78,3 Millionen Dollar gestiegen, wie das Unternehmen mitteilte. Auf operativer Ebene ist der Betriebsgewinn (EBIT) auf 12,7 Millionen Dollar geklettert (+9,5 Prozent). Damit hat sich die Marge leicht von 16,1 auf 16,2 Prozent verbessert. Der Reingewinn ist mit 9,7 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent höher.

MEHR VERMÖGEN VERWALTET: Der Vermögensverwalter GAM hat im dritten Quartal die verwalteten Vermögen um 5 Prozent auf 119,1 Milliarden Franken gesteigert. Der Anstieg der verwalteten Vermögen ist auf günstige Wechselkurse und die Übernahme der britischen Investmentfirma THS zurückzuführen. Der Neugeldzufluss dagegen trug nur wenig zur Erhöhung der verwalteten Vermögen bei. GAM verzeichnete im dritten Quartal einen Nettozuflüsse von 0,7 Milliarden Franken, nach 4,7 Milliarden Franken im ersten Halbjahr.

PREISE GESENKT: Die drei grossen Telekomkonzerne Swisscom, Sunrise und Salt senken die Durchleitungsgebühren für Anrufe auf ihr jeweiliges Handynetz massiv. Ab nächstem Jahr kostet die so genannte Mobilfunkterminierungsgebühr für die Swisscom bei Anrufen ihrer Kunden ins Handynetz von Salt und Sunrise noch 4,30 Rappen pro Minute. Das sind 3,05 Rappen oder 41 Prozent weniger als bisher, wie die Swisscom und Sunrise am Donnerstag in Communiqués mitteilten. Umgekehrt bezahlen Salt und Sunrise bei Anrufen ihrer Kunden ins Mobilfunknetz der Swisscom neu noch 3,10 Rappen pro Minute. Das ist beinahe halb so viel wie derzeit (5,95 Rappen).

ARBEITSPLÄTZE BEDROHT: Die Trumpf Gruppe prüft den Produktionsstandort in Baar ZG zu schliessen. Dies hätte einen Abbau von rund 160 der insgesamt 232 Stellen in Baar zur Folge. Das Hochtechnologieunternehmen will sich auf den Produktionsstandort in Grüsch GR konzentrieren. Gründe für diesen Schritt ist die zu geringe Maschinenauslastung in der Gruppe und vor allem am Standort Baar, wie das Unternehmen mitteilte.

JUNGLENKER GESCHRÖPFT: 18-jährige Autolenker müssen für die Versicherung ihres Fahrzeugs am tiefsten in die Tasche greifen. Sie müssen Junglenker bei diesen Vollkasko-Versicherug im Durchschnitt viermal, bei Haftpflichtversicherungen dreimal mehr bezahlen als 30-Jährige. 70-jährige Lenker dagegen fahren ungefähr gleich günstig wie 30-Jährige - wobei es auch bei dieser Lenkerkategorie grosse Unterschiede zwischen den Versicherern gibt. So gewährt die eine Versicherungsgesellschaft Senioren bei der Haftpflicht einen Rabatt von rund 11 Prozent, während eine andere gegenüber der Prämie für 30-Jährige einen Aufschlag von fast einem Viertel in Rechnung stellt.

AUF GAV GEEINIGT: Die Angstelten des Telekomunternehmen UPC werden ab dem 1. Januar 2017 einen Gesamtarbeitsvertrag haben. UPC hat mit der Gewerkschaft Syndicom einen entsprechenden Vertrag ausgehandelt, der auch von den Mitarbeitern akzeptiert wurde. Der neue Gesamtarbeitsvertrag (GAV) bringt in den Bereichen Mitbestimmung, Elternurlaub und Mindestlohn Verbesserungen. So sind künftig die Teilnahme der Mitarbeitenden bei Entscheidungsprozessen garantiert. Der Mutterschaftsurlaub wird um drei Wochen, der Vaterschaftsurlaub um 5 Tage verlängert. Neu gibt es beim Telekomunternehmen auch einen Jahresmindestlohn.

SPARTE VERKAUFT: Der Rohstoffhändler und Bergbaukonzern Glencore verkauft sein Kohletransportgeschäft GRail im australischen Hunter Valley in New South Wales. Der Verkaufspreis beträgt 1,14 Milliarden australische Dollar (rund 865 Millionen Franken). Der Verkauf ist Teil des Programms zum Schuldenabbau. Der Rohstoffkonzern ist hochverschuldet und steckt in der Verlustzone fest. Käuferin der 2010 gegründeten GRail ist die Genesee & Wyoming Australia (GWA).

AUFTRÄGE ERHALTEN Das Flugzeugwartungsunternehmen SR Technics baut seine Zusammenarbeit mit Easyjet aus. Die frühere Swissair-Tochter hat mit der britischen Billigairline mehrere Wartungsvereinbarungen unterzeichnet. SR Technics wartet demnach an verschiedenen Flughäfen in Grossbritannien die Maschinen von Easyjet. Namentlich erwähnt wird in einer Mitteilung der Flughafen Gatwick, die grösste Basis der Fluggesellschaft. Auch in der Schweiz werden die Easyjet-Flugzeuge von SR Technics in Stand gehalten. Die unterzeichneten Verträge haben eine Laufzeit von drei Jahren. Finanzielle Angaben werden keine gemacht.

FILIALE GEGRÜNDET: Die Genfer Privatbank Privatbank Lombard Odier expandiert weiter in Europa und eröffnet eine Niederlassung in Mailand. Die neue Niederlassung in der italienischen Metropole werde im Bereich der Vermögensverwaltung für Privatkunden tätig sein und von Massimiliano Sorbi geleitet, teilte Lombard Odier am Donnerstag mit. Die Niederlassung in Mailand ergänze das bestehende Privatbanknetz von Lombard Odier in Europa, heisst es weiter. Nach Paris, Brüssel, London, Madrid, Amsterdam und Luxemburg handelt es sich damit um die siebte Dependence auf dem "alten Kontinent".

RADIKALKUR VERSCHRIEBEN: Die angeschlagene Modekette Tom Tailor verschärft ihren Sparkurs und streicht das Filialnetz zusammen. Laut einer Mitteilung des Unternehmens sollen bis zu 300 Läden weltweit geschlossen werden, die meisten davon in Deutschland. Die Marke Bonita Men werde komplett vom Markt genommen und die gut 70 Geschäfte würden dicht gemacht, dazu auch 150 Filialen von Bonita Women. Einzelne Geschäfte der Marke Tom Tailor würden ebenfalls überprüft und aus dem Filialnetz genommen, wenn sie nicht profitabel genug seien. Inwiefern auch die Filialen und Mitarbeiter in der Schweiz vom Sparprogramm betroffen sind, ist unklar. Reine Bonita-Men-Filialen gibt es hierzulande je eine in Zürich, Spreitenbach und Interlaken. Dazu kommen insgesamt 27 "Tom Tailor Stores" und "Tom Tailor Outlet Stores".

LEITZINS UNVERÄNDERT: Die Europäische Zentralbank EZB lockert die geldpolitischen Zügel nicht weiter. Die Währungshüter beliessen den Leitzins im Euroraum, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Zentralbankgeld besorgen können, auf dem Rekordtief von null Prozent. Das teilte die EZB im Anschluss an eine Ratssitzung in Frankfurt mit. Parken Banken überschüssiges Geld bei der Notenbank, müssen sie dafür weiter 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. Sie bekräftigte, an ihrem milliardenschweren Anleihenkaufprogramm bis mindestens Ende März 2017 festzuhalten. Mit ihrer ultralockeren Geldpolitik wollen die Währungshüter die Konjunktur ankurbeln und die Inflation im Euroraum anschieben.

STREIK ANGEKÜNDIGT: Die Flugbegleiter bei der deutschen Lufthansa-Tochter Eurowings wollen ab Montag streiken. Ab dem kommenden Montag könnte es zwei Wochen lang jederzeit Arbeitsniederlegungen bei Eurowings geben. Das kündigte die Gewerkschaft Ufo an, die das Eurowings-Management für die Eskalation verantwortlich machte. In den dann folgenden zwei Wochen könnten Arbeitskämpfe stattfinden. Konkretes werde die Gewerkschaft zu gegebener Zeit verkünden. Für den Fall, dass die Eurowings-Spitze nicht einlenke, werde Ufo alle Mitglieder über einen unbefristeten Streik abstimmen lassen, hiess es. Eurowings fliegt auch von Zürich und Genf aus zahlreiche, hauptsächlich europäische Ferien-Destinationen an.

SPARZIEL NICHT ERREICHT Der griechische Staatshaushalt gesundet weniger schnell als erwartet. Der sogenannte Primärüberschuss - also die Haushaltsbilanz ohne Berücksichtigung von Schuldenlasten - betrug 2015 nach Angaben der griechischen Statistikbehörde Elstat lediglich 0,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP). Angepeilt waren noch im April dieses Jahres 0,7 Prozent. Der Wert ist vor allem deshalb heikel, weil die internationalen Gläubiger des Landes bis 2018 mit einem weitaus höheren Primärüberschuss von 3,5 Prozent rechnen. Dieses Ziel ist eine der Grundlagen für zusätzliche Hilfsgelder an das hoch verschuldete Land.

WENIGER WEIN PRODUZIERT: In diesem Jahr wird weltweit deutlich weniger Wein produziert als 2015. Die Internationale Weinorganisation in Paris (OIV) prognostizierte den Rückgangauf fünf Prozent. Damit sei 2016 einer der schwächsten Jahrgänge in den vergangenen 20 Jahren, erklärte die Organisation. Als Gründe nannte die OIV den Klimawandel und schlechte Ernten. Grösster Weinproduzent weltweit bleibt demnach Italien mit knapp 49 Millionen Hektolitern. Das Land hatte 2015 Frankreich überholt, dessen Produktion auch im laufenden Jahr deutlich zurückgeht (minus 12 Prozent auf knapp 42 Millionen Hektoliter). Auf Platz drei kommt Spanien, wo gegen den Trend rund ein Prozent mehr Wein hergestellt wird. Ausserhalb von Europa sind die USA, Australien und mittlerweile auch China die grössten Weinproduzenten.

MITSCHULD ZURÜCKGEWIESEN: Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat im EU-Untersuchungsausschuss zum VW-Abgasskandal eine Mitschuld der deutschen Regierung an der Affäre zurückgewiesen. "VW hat betrogen, und deswegen ist VW dafür verantwortlich", sagte Dobrindt im EU-Parlament. Die deutsche Regierung habe nach Bekanntwerden des Skandals sofort und umfassend reagiert."Wir sind das Land in Europa, das umfassend Aufklärung betreibt", sagte Dobrindt in Brüssel. Weder die Regierung noch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) als Kontrollbehörde hätten die Manipulationen bei VW vermuten können. Diese Haltung stiess bei manchen EU-Abgeordneten auf Unverständnis. Es habe längst schon vor September 2015 Hinweise gegeben, dass die Stickoxid-Werte von VW-Fahrzeugen im realen Strassenverkehr weit über den legal zugelassenen Werten lagen, mahnten sie. Die Nachweise gingen bis ins Jahr 2007 zurück.

EINSTIEG PERFEKT: Der Einstieg des japanischen Renault-Partners Nissan Motor bei seinem skandalerschütterten Konkurrenten Mitsubishi Motors ist unter Dach und Fach. Nissan, Japans zweitgrösster Autobauer, übernimmt für 237 Milliarden Yen (rund 2,26 Mrd. Franken) 34 Prozent von Mitsubishi. Die im Mai angekündigte Transaktion sei damit abgeschlossen, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in Tokio mit. Der Renault-Partner ist nun der grösste Aktionär bei Mitsubishi Motors. "Wir bieten der Mitsubishi-Führung das gesamte Talent, Geschick und Know-how von Nissan", sagte Renault- und Nissan-Chef Carlos Ghosn, der nun auch Konzernchef bei Mitsubishi werden und damit Osamu Masuko ablösen soll.

EHRGEIZIGE PLÄNE GESCHMIEDET: Der Elektroauto-Hersteller Tesla will als erster in der Branche alle seine künftigen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Wagen machen. Dafür werden alle neugebauten Autos mit der notwendigen Technik ausgerüstet. Die Software dazu solle später folgen, erklärte Tesla-Chef Elon Musk. Bis Ende kommenden Jahres solle es zum Beispiel möglich sein, von Los Angeles nach New York gefahren zu werden, ohne auch nur einen Handgriff machen zu müssen, sagte er zum Zeitplan. Alle Tesla-Fahrzeuge bekämen nun acht Kameras statt bisher einer, Ultraschall- und Radarsensoren mit höherer Reichweite und Auflösung sowie 40 Mal mehr Rechenleistung im Computer.

BAUBOOM IN DEUTSCHLAND: Der Wohnungsbau in Deutschland boomt weiter. Von Januar bis August wurden rund ein Viertel (25,1 Prozent) mehr Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Insgesamt wurden der Bau von 245'300 Wohnungen genehmigt. Eine noch höhere Zahl an Baugenehmigungen hatte es zuletzt im Jahr 2000 gegeben.

MÄRKTE: Die erste internationale Ausgabe von Staatsanleihen hat Saudi-Arabien 17,5 Milliarden Dollar eingebracht. Das teilte die beteiligte Grossbank HSBCmit. Die amtliche Nachrichtenagentur Spa berichtete, die Anleihe sei fast vierfach überzeichnet gewesen - das Interesse der Anleger habe ein Gesamtvolumen von 67 Milliarden Dollar gehabt. Saudi-Arabien ist der grösste Ölexporteur der Welt und leidet enorm unter den stark gesunkenen Preisen für den Rohstoff. Für das laufende Jahr rechnet das Königreich mit einem Staatsdefizit von 87 Milliarden Dollar. Um die Probleme im Ölgeschäft auszugleichen, hat das Land bereits im grossen Stil Subventionen gekürzt und Regierungsprojekte in die Zukunft verschoben. Im vergangenen Monat wurden auch die Ministergehälter gekürzt.

(AWP)