Tagesüberblick Wirtschaft

Dienstag, 25. April 2017
25.04.2017 17:35

GEWINNRÜCKGANG: (Basel) Novartis vermeldet für das erste Quartal 2017 einen Gewinnrückgang. Gründe dafür sind der Einfluss von Generika und Investitionen in die Augensparte Alcon sowie in Neueinführungen. Das operative Ergebnis ist im ersten Quartal 2017 verglichen mit dem Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 1,92 Milliarden Dollar zurückgegangen, wie Novartis mitteilte. Der Reingewinn sank um 17 Prozent auf 1,67 Milliarden Dollar. Der Umsatz belief sich im ersten Quartal auf 11,54 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Minus von 1 Prozent in der Berichtswährung und einer Steigerung von 2 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Novartis argumentiert, dass Volumensteigerungen die negativen Einflüsse der Generikakonkurrenz und Preissenkungen teilweise wettgemacht hätten. Zu konstanten Wechselkursen hätten alle Divisionen Zuwächse verzeichnet.

DEUTLICHES WACHSTUM: (Ebikon) Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler ist im ersten Quartal 2017 dank seinen Geschäften in den Regionen Amerika und Europa um fast 4 Prozent gewachsen. Der Umsatz in Asien-Pazifik stagnierte. Trotz höherer Profitabilität ging der Quartalsgewinn leicht zurück. Der Umsatz des in Ebikon ansässigen Weltkonzerns stieg von Januar bis März gegenüber der Vorjahresperiode um 3,9 Prozent auf 2,260 Milliarden Franken. Den grössten Wachstumsbeitrag habe die Region Amerika geleistet, gefolgt von Europa, teilte Schindler mit. In der Region Asien-Pazifik habe der Umsatz das Vorjahresniveau erreicht. In Lokalwährungen betrug das Wachstum 3,8 Prozent.

FINANZIERUNG GENEHMIGT: (Basel) Die Aktionäre des Lifescience-Konzerns Lonza haben an der Generalversammlung den Weg frei gemacht für einen Teil der Finanzierung der Übernahme des US-Unternehmens Capsugel, die für das zweite Quartal vorgesehen ist. Sie stimmten der Kapitalerhöhung, der Schaffung von genehmigtem Kapital und der Änderung des bedingten Kapitals zu, wie es der Verwaltungsrat bereits Ende März beantragt hatte. Das Aktienkapital wird durch die Ausgabe von bis zu 22 Millionen Namenaktien erhöht. Der erwartete Bruttoerlös über ein Bezugsangebot von rund 2,3 Milliarden Franken soll dem 5,5 Milliarden Dollar schweren Kauf von Capsugel dienen. Weiter wurde genehmigtes Kapital in Höhe von 7,5 Millionen Franken beschlossen und das bestehende bedingte Kapital zudem auf 7,50 Millionen von 5,03 Millionen erhöht.

PHOENIX MECANO WÄCHST: (Stein am Rhein/SH) Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano ist im ersten Quartal in allen Sparten gewachsen und hat sein Ergebnis verbessert. Insgesamt erzielte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 9,8 Prozent auf 161,2 Millionen Euro. Auch der Auftragseingang liegt über jenem des Vorjahresquartals, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dieser ist um 11 Prozent auf 162,3 Millionen Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg "überproportional" um 16,9 Prozent auf 11,5 Millionen Euro. Das Technologieunternehmen konnte in allen Sparten wachsen. So stieg der Umsatz in der Gehäusetechnik gegenüber dem Vorjahresquartal um 8,5 Prozent auf 49,6 Millionen Euro und in der Sparte Mechanische Komponenten legte das Unternehmen um 9,1 Prozent auf 77,9 Millionen Euro zu. Das grösste Umsatzwachstum verzeichnete die Sparte ELCOM/EMS mit 13,4 Prozent auf 33,7 Millionen Euro.

FEINTOOL WÄCHST WEITER: (Lyss) Das bernische Technologieunternehmen Feintool profitiert weiterhin von der wachsenden Autoindustrie: Das Unternehmen setzte im ersten Quartal 145 Millionen Franken um. Das sind 4,2 Prozent mehr um als im Vorjahresquartal. Zum Wachstum trug erneut das mit Abstand grösste Segment System Parts bei, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. In dieser Sparte stellt das Unternehmen Präzisionsteile in Serie her. Der Autozulieferer setzte hier im ersten Quartal 132,5 Millionen Franken um. Das sind 11 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Weniger erfreulich entwickelte sich der Umsatz im deutlich kleineren Segment, Fineblanking Technology, mit dem Feintool Gesamtlösungen für das Feinschneiden anbietet. Feintool musste hier einen Umsatzrückgang von 22,3 Prozent auf 17,1 Millionen Franken hinnehmen. Hier sei die Investitionszurückhaltung der Kunden deutlich zu spüren gewesen, schreibt die Firma. Immerhin stieg der Auftragseingang in diesem Segment um 51 Prozent auf 26,9 Millionen Franken.

NESTLÉ STREICHT STELLEN: (Vevey) Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé will rund 300 Stellen in Süsswarenfabriken in Grossbritannien abbauen. Betroffen sind vier Standorte in Nordengland und Schottland, wie Nestlé mitteilte. Die dortige Produktion der in Grossbritannien bekannten Schokoladewaffel-Keksmarke Blue Riband solle nach Polen verlagert werden. Insgesamt könnten durch die diese und andere Massnahmen 298 Arbeitsplätze wegfallen. Die 45-tägige Konsultationsfrist mit den Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern werde sobald als möglich beginnen, hiess es weiter.

MIETEN ATTRAKTIVER: (Zürich) Die Märkte für Eigentumswohnungen und Mietwohnung entwickeln sich zurzeit ganz unterschiedlich. Während Mieterinnen und Mieter zunehmend die Wahl haben, sehen sich Interessenten für Eigentumswohnungen gezwungen, ihre Ansprüche herunterzuschrauben. Der Ausbruch der Finanzkrise im Herbst 2008 hat in der Schweiz auch auf dem Wohnungsmarkt neue Verhältnisse geschaffen. Die rekordtiefen Hypothekarzinsen haben den Kauf von Wohneigentum gegenüber dem Mieten deutlich attraktiver gemacht. Diese Ära scheint jetzt aber zu Ende zu gehen. Seit Mitte 2015 entwickeln sich nämlich die Mieten für ausgeschriebenen Mietwohnungen und die Preise für neue Eigentumswohnungen so stark auseinander, dass Mieten gegenüber Kaufen einst verlorenes Terrain gut macht. Das gilt vor allem für die Auswahl, wie das neueste Immo-Monitoring von Wüest & Partner zeigt. Denn während für Mieter das Angebot bei gleichzeitig sinkenden Preisen wächst, wird es für Käufer immer schwieriger, die passende Eigentumswohnung zu finden. Angebot und Nachfrage passen immer weniger zueinander.

VERTRAGSVERLÄNGERUNG: (Basel) Der Reisedetailhändler Dufry hat seinen Vertrag mit dem John Lennon Airport in Liverpool um acht Jahre verlängert. Die neue Vereinbarung sehe überdies eine Erweiterung der bestehenden Duty Free-Ladenflächen auf 820 Quadratmeter von 730 vor, teilte Dufry mit. Mit der Verlängerung des Vertrags sollen die Ladenflächen renoviert werden. Der Flughafen in Liverpool gehört den Angaben zufolge mit einem jährlichen Aufkommen von 3 Millionen abfliegenden Passagieren zu den wichtigsten in Grossbritannien. Er dient für die Region Nordwest-England als Basis für Reisen in verschiedene europäische Destinationen wie Spanien, Irland, Frankreich und Portugal.

KOOPERATION: (Zürich) Der Elektrokonzern ABB arbeitet mit dem weltgrössten IT-Dienstleister IBM zusammen. Gemeinsam wollen die Unternehmen Industrieprodukte entwickeln und auf den Markt bringen, die künstliche Intelligenz nutzen. Finanzielle Angaben zur Kooperation werden keine gemacht. IBM steuere das Datenanalyse-Produkt Watson bei, heisst es in einer Medienmitteilung von ABB. Damit könnten etwa Maschineninspektionen automatisiert werden. In einer zweiten Anwendung helfe die Technologie Versorgern, intelligente Stromnetze effizienter zu betreiben und zu warten, indem Angebot und Nachfrage von Energie vorausberechnet werden könnten. ABB verspricht sich von der Zusammenarbeit mit IBM Mehrwerte für die Kunden in der Energieversorgung, der Industrie sowie im Transport- und Infrastruktursektor.

ANGEBOT VORGELEGT: (Zürich) Für die angepeilte Übernahme von Lifewatch hat das US-Unternehmen Biotelemetry den Angebotsprospekt publiziert. Dabei wurde die zuvor kommunizierte Angebotsfrist um einen Tag vorverlegt und läuft nun vom 10. bis zum 23. Mai 2017, wie dem Prospekt zu entnehmen ist. Entsprechend beginnt die Nachfrist voraussichtlich am 31. Mai und endet am 14. Juni. Die Mindestandienungsquote wird auf 67 Prozent aller Lifewatch-Aktien beziffert. In einer separaten Mitteilung bekräftigt der Verwaltungsrat von Lifewatch, dass er das Angebot von Biotelemetry unterstützt. Der Gesamtwert der Übernahme wird auf 269 bis 275 Millionen Franken beziffert. Diese Offerte übersteigt das im Januar lancierte Angebot durch die Aevis-Victoria-Gruppe klar. Aevis hatte seinerzeit 10 Franken in bar oder 0,1818 eigene Anteile offeriert. Lifewatch hatte Mitte März seinen Aktionären empfohlen, das Aevis-Angebot nicht anzunehmen.

ALITALIA VOR DEM AUS: (Rom) Die Krisen-Airline Alitalia steht vor dem Aus. Die italienische Fluggesellschaft kündigte am Dienstag an, das Insolvenzverfahren einzuleiten. Zuvor hatten die Mitarbeiter mit grosser Mehrheit einen mit den Gewerkschaften ausgehandelten Rettungsplan des Managements abgelehnt. Der Konzern kündigte für Donnerstag eine Generalversammlung an, auf der die nächsten Schritte entschieden werden sollten. Der Flugbetrieb gehe derzeit uneingeschränkt weiter. Beobachter erwarten, dass das Unternehmen wohl die Regierung um die Ernennung eines Bevollmächtigten bitten dürfte. Dieser könnte dann ausloten, ob die Airline wie so oft in der Vergangenheit saniert oder abgewickelt werden sollte. Der Sanierungsplan sah den Abbau von 1700 Jobs beim Bodenpersonal und die Kürzung der Gehälter beim Flugpersonal von acht Prozent vor. Damit sollte der Weg geebnet werden, den Betrieb der Airline mit frischen Finanzspritzen der Anteilseigner Aufrecht zu erhalten, die zu 49 Prozent der arabischen Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi gehört.

GEWINN- UND UMSATZEINBRUCH: (Atlanta) Coca-Cola bricht angesichts hoher Kosten für die Ausgliederung seiner Abfüll-Aktivitäten in Nordamerika der Gewinn weg. Der US-Getränkehersteller verdiente zum Jahresauftakt mit 1,18 Milliarden Dollar ein Fünftel weniger als vor Jahresfrist. Zudem sank der Umsatz das achte Quartal in Folge - diesmal um rund elf Prozent auf 9,12 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Coca-Cola hatte bereits im Februar gewarnt, die Kosten der Ausgliederung der Abfüllung an Lizenznehmer seien höher als gedacht. Der Konzern will den Bereich angesichts geringer Gewinn-Margen und sinkender Nachfrage nach zuckerhaltigen Getränken in Nordamerika nicht mehr länger in Eigenregie betreiben.

MCDONALD'S LEGT ZU: McDonald's hat zu Jahresbeginn deutlich mehr Kunden in seine Fastfood-Restaurants gelockt als erwartet. Die Verkäufe auf etablierter Ladenfläche - also ohne Neueröffnungen in den letzten 13 Monaten - legten weltweit um überraschend starke 4,0 Prozent zu. Auf dem schwierigen Heimatmarkt, wo die Messlatte durch die erfolgreiche Einführung des ganztägigen Frühstücks im Vorjahr hoch lag, verbuchte der Fastfood-Riese nicht zuletzt dank neuer "Big Mac"-Varianten ein Absatzplus von 1,7 Prozent. Der Gewinn legte verglichen mit dem Vorjahreswert um acht Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar zu. Die Erlöse gingen um vier Prozent zurück, was allerdings vor allem daran lag, das McDonald's verstärkt Filialen an Franchise-Partner abgibt.

GEWINNSPRUNG: (Herzogenaurach) Der Sportartikelhersteller Puma ist mit einem Gewinnsprung in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das Konzernergebnis habe sich im ersten Quartal mit 49,6 Millionen Euro fast verdoppelt, wie der Adidas-Konkurrent mitteilte. Puma hatte bereits Mitte April vorläufige Zahlen für das Quartal genannt und dank der guten Entwicklung die Jahresprognose erhöht. So stieg der Umsatz um 18 Prozent auf rund 1 Milliarde Euro. "Zum ersten Mal in unserer Unternehmensgeschichte haben wir einen Quartalsumsatz von über 1 Milliarde Umsatz erzielt", erklärte Vorstandschef Björn Gulden. Dabei trugen alle Regionen zum Wachstum bei. Umsatztreiber war erneut das Geschäft mit Schuhen.

DUPONT DYNAMISCH: (Wilmington) Ein starkes Geschäft mit Kunststoffen für die Autoindustrie sowie mit Agrarchemikalien gibt dem US-Chemiekonzern DuPont vor dem Zusammenschluss mit dem Rivalen Dow Chemical Schwung. Der operative Gewinn vor Sonderposten stieg im ersten Quartal um 29 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um fünf Prozent auf 7,7 Milliarden Dollar. Dabei profitierte Dupont auch von einer Umstellung seines Vertriebsmodells im Agrarchemiegeschäft, das zu einer früheren Saatgutauslieferung führte, sowie von Preiserhöhungen im wichtigen Agrar-Markt Brasilien. Der Reingewinn fiel unterdessen wegen Sonderlasten im Zusammenhang mit der Fusion mit Dow Chemical um zehn Prozent auf 1,11 Milliarden Dollar.

MILLIARDEN-ÜBERNAHME: (Frankfurt) Der Gesundheitskonzern Fresenius nimmt innerhalb weniger Monate die zweite Grossübernahme in Angriff. Das Unternehmen wolle den auf Nachahmermedikamente spezialisierten US-Konzern Akorn für insgesamt 4,75 Milliarden Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro) schlucken, teilte das deutsche Unternehmen mit. Fresenius werde 34 Dollar je Akorn-Aktie bieten und zudem Schulden von 450 Millionen Dollar übernehmen. Die Spitze von Akorn und der grösste Aktionär des Unternehmens unterstützten die Offerte. Erst im September hatte der seit knapp einem Jahr amtierende Fresenius-Chef Stephan Sturm angekündigt, den spanischen Klinikbetreiber Quironsalud für 5,8 Milliarden Euro zu schlucken - der grösste Zukauf in der Geschichte von Fresenius.

VERLUST WEGEN ÜBERNAHME: (Indianapolis) Der US-Pharmakonzern Eli Lilly profitiert von seinen neuen Arzneimitteln. Der bereinigte operative Gewinn stieg im ersten Quartal um 28 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Umsatz zog um sieben Prozent auf 5,2 Milliarden Dollar an. Dabei kam Eli Lilly vor allem eine gestiegene Nachfrage nach seinem neuen Diabetesmittel Trulicity sowie dem Mittel Taltz zur Behandlung von Schuppenflechte zugute. Insgesamt erhöhten sich die Erlöse mit neuen Produkten im ersten Quartal um satte 148 Prozent auf gut 808 Millionen Dollar. Wegen hoher Aufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme der US-Biotechfirma CoLucid Pharmaceuticals rutschte Eli Lilly im ersten Quartal jedoch in die roten Zahlen und schrieb einen Verlust von fast 111 Millionen Dollar nach einem Gewinn von rund 440 Millionen vor Jahresfrist.

KRÄFTIGES WACHSTUM: (Frankfurt) Anhaltend hohe Nachfrage nach Cloud-Software und dem neuen Hauptprodukt S/4Hana hat das Wachstum des Softwarekonzerns SAP im ersten Quartal angeschoben. Der Marktführer für Firmensoftware verdiente um Sonder- und Währungseffekte bereinigt 1,198 Milliarden Euro, ein Plus gegenüber dem Vorjahresquartal von zwei Prozent. Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 5,29 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das Geschäft mit Mietsoftware aus der Internet-Cloud legte dabei um 30 Prozent zu auf 906 Millionen Euro. "Wir gewinnen Marktanteile gegenüber unseren Wettbewerbern", erklärte Vorstandschef Bill McDermott. Unbereinigt verdiente SAP operativ nur 673 Millionen Euro und damit 17 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Den Unterschied von rund einer halben Milliarde Euro zum bereinigten Ergebnis erklärte der Konzern mit der gestiegenen Summe an aktienbasierten Mitarbeitervergütungen.

WENIGER OPTIMISTISCH: (Washington) Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im April überraschend deutlich eingetrübt. Das entsprechende Barometer fiel auf 120,3 Punkte von 124,9 im Vormonat, wie das Conference Board unter Berufung auf seine monatliche Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 122,5 Zähler gerechnet. Die Konsumenten schätzten ihre Lage schlechter ein als im Vormonat und waren auch bei den Aussichten skeptischer. "Es ist eine Korrektur der Verbraucherstimmung zu verzeichnen, die aber immer noch auf hohem Niveau ist. Die Konsumperspektiven sind weiter freundlich", erklärte Helaba-Ökonom Ralf Umlauf. Der private Konsum ist der Eckpfeiler der US-Wirtschaft. Er macht etwa 70 Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

GUTE STIMMUNG: (Paris) Die Stimmung der französischen Industrie hat sich noch vor der Präsidentenwahl so stark aufgehellt wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Der Geschäftsklimaindex stieg im April um drei Zähler auf 108 Punkte, wie das Statistikamt Insee mitteilte. Das Barometer für die gesamte Wirtschaft hingegen verharrte bei 104 Punkten und lag damit weiter über dem langfristigen Durchschnitt von 100 Zählern. Bei den Dienstleistern und im Detailhandel trübte sich die Stimmung leicht ein.

(AWP)