Tagesüberblick Wirtschaft

Donnerstag, 2. November 2017
02.11.2017 17:30

IM AUFWIND: Die Credit Suisse schreibt im dritten Quartal einen Gewinn von 244 Millionen Franken. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das eine deutliche Steigerung. Vor einem Jahr schrieb die Bank lediglich einen Gewinn von 41 Millionen Franken. Im traditionell ertragsstärkeren zweiten Quartal hat die Grossbank ein Plus von 303 Millionen Franken erreicht. Diese Verbesserung hat die Grossbank vor allem mit einer Senkung der Kosten erreicht. So haben sich die Verluste in denjenigen Geschäften, die die Bank nicht mehr weiterführen will, deutlich reduziert. Zudem hat die Bank die Kostenbasis weiter gesenkt. Beim Ausblick zeigt sich die Bank optimistisch. Die Credit Suisse sollte vom insgesamt starken globalen Wirtschaftswachstum im vierten Quartal profitieren.

FABRIKSCHLIESSUNG: (Thun) Der Solarindustriezulieferer Meyer Burger schliesst seine Produktion in der Schweiz und verlegt Teile davon nach China. Am Hauptsitz in Thun droht eine Massenentlassung. Vom Schliessungsentscheid sind bis zu 180 Stellen betroffen. Wie viele Kündigungen es tatsächlich geben wird, ist noch offen. Ein erstes Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern betreffend dem relevanten Konsultationsverfahren habe stattgefunden, schreibt Meyer Burger in einer Mitteilung. Das Unternehmen geht davon aus, dass der Transformationsprozess bis Ende 2018 grösstenteils abgeschlossen sein wird. Die Personalmassnahmen sollen möglichst fair und sozialverträglich umgesetzt werden. 2018 soll auch die holländische Niederlassung in Eindhoven mit rund 75 Mitarbeitenden reorganisiert werden.

GUT GESCHLAGEN: (Bern) Ein gesättigter Markt und Preisdruck im Kerngeschäft machen der Swisscom nach wie vor zu schaffen. Nicht zuletzt dank Kosteneinsparungen sank der Umsatz in den ersten neun Monaten mit 0,5 Prozent aber weniger stark als erwartet. Zudem liefen die Geschäfte bei der italienischen Breitbandtochter Fastweb sowie mit dem neuen Kombiangebot inOne gut, wie die Swisscom mitteilte. Der operative Gewinn (EBITDA) stieg um 1,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Franken. Allerdings ist der Anstieg hauptsächlich auf Entschädigungen aus Rechtsverfahren von 95 Millionen Euro bei Fastweb zurückzuführen. Ohne diese Einmaleffekte blieb der operative Gewinn nahezu stabil (+0,6 Prozent). Unter dem Strich verdiente die Swisscom dank tieferen Abschreibern und einem besseren Finanzergebnis 6 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Reingewinn lag bei 1,27 Milliarden Franken.

KATASTROPHENFOLGEN: (Zürich) Die Hurrikan-Saison in den USA und in der Karibik sowie die Erdbeben in Mexiko haben dem Rückversicherer Swiss Re über die ersten neun Monate des Jahres ein Loch in die Kasse gerissen. Unter dem Strich fuhr Swiss Re einen Verlust von 468 Millionen Dollar ein. Im Vorjahreszeitraum hatte der Rückversicherer noch rund 3 Milliarden Dollar Gewinn erwirtschaftet. Swiss Re hatte die Gesamtkosten für die Naturkatastrophenschäden bereits Mitte Oktober auf rund 3,6 Milliarden Dollar für das dritte Quartal beziffert. Die Bruttoprämien gingen von Januar bis September um 5,1 Prozent auf 26,7 Milliarden Dollar zurück. Dies erklärt Swiss Re damit, dass angesichts der "herausfordernden Marktbedingungen" nur zurückhaltend Verträge abgeschlossen wurden.

HÖHEPUNKT ÜBERSCHRITTEN: (Bern) Das Schweizer Autogewerbe muss sich auf eine Korrektur einstellen. Ein gesättigter Markt und vorgezogene Neukäufe würden im nächsten Jahr die Zahl an neu immatrikulierten Autos um 4,2 Prozent drücken, prognostiziert das Forschungsinstitut BAK Economics. Demnach erwarten die Experten für 2018 einen Rückgang um 13'000 auf insgesamt 304'000 Immatrikulationen, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung von BAK Economics und dem Auto Gewerbe Verband Schweiz. Den Grund sehen die Experten in einer weiteren Abwertung des Frankens im Jahr 2018. Demnach dürften die Preise steigen oder zumindest die Eurorabatte wegfallen. Das führe auch dazu, dass Kunden Autokäufe vorziehen. Besonders im Schlussquartal des laufenden Jahres sei nochmals mit mehr Neuanmeldungen zu rechnen. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten die Experten rund 317'000 Neuimmatrikulationen. Das sind ungefähr gleich viel wie 2016.

STABILE UMSÄTZE: (Neuenburg) Die Schweizer Detailhändler haben im September nicht mehr an Umsatz eingebüsst. Sie setzten 0,4 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Es ist erst das dritte Mal in diesem Jahr, dass die Detailhandelsumsätze nominal gestiegen sind. In den beiden Vormonaten waren die Umsätze gesunken, wie aus den Daten des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht. Vor allem höhere Preise anTankstellen und im Nahrungsmittelsektor sorgten für das Plus, während der Nicht-Nahrungsmittelsektor weitere Einbussen verzeichnete. Saisonbereinigt sieht es noch etwas besser aus: Gegenüber dem Vormonat legten die Detailhandelsumsätze im September um 0,8 Prozent zu. Der Nicht-Nahrungsmittelsektor stagnierte.

MEHR PESSIMISMUS: (Bern) Schweizer Konsumenten sind skeptisch, wie stark sie selbst am Wirtschaftsaufschwung teilhaben. Während sie von einer guten Wirtschaftsentwicklung und einer Erholung am Arbeitsmarkt ausgehen, sind die pessimistisch bezüglich ihrer eigenen finanziellen Lage. So halten weniger Konsumenten als noch im Juli den aktuellen Zeitpunkt für günstig, um grössere Anschaffungen zu tätigen. Dies hängt unter anderem mit der Erwartung steigender Preise zusammen. Das zeigt der Konsumentenstimmungsindex, der im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) erhoben wird. Dieser sank im Oktober gegenüber der letzten Erhebung vom Juli um 1 Punkt auf -2 Punkte. Das liegt aber weiterhin deutlich über dem langjährigen Mittel von -9 Punkten.

GEWINNPLUS : (Luzern) Nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres hat die Luzerner Kantonalbank (LUKB) einen Konzerngewinn von 148,9 Millionen Franken erzielt. Das sind 8,9 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Der Zinserfolg lag Ende September 2017 bei 254,7 Millionen Franken, wie die börsenkotierte LUKB mitteilte. Das entspricht einer Steigerung von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hauptsächliche Treiber für diesen Zuwachs in der für die Bank wichtigsten Ertragskomponente seien die Ausweitung des Geschäftsvolumens, rückläufige Absicherungskosten, ein moderater Wertberichtigungsbedarf sowie Tätigkeiten im Geldmarktbereich.

GEWINNPLUS: (Bern) Die Bank Valiant hat über die ersten neun Monate mehr Gewinn erzielt. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 83,8 Millionen Franken, 3,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein buchhalterischer Effekt aus der Übernahme der Triba Partner Bank sorgte für den Anstieg. Der Geschäftserfolg ging demgegenüber um 3,7 Prozent auf 104,2 Millionen Franken zurück, wie die Valiant mitteilte. Ohne die Übernahme der Luzerner Regionalbank Triba wäre der Geschäftserfolg mit 5,0 Prozent sogar noch stärker zurückgegangen. Verluste aus dem Zinsengeschäft sowie höhere Personalkosten drückten zwischen Januar und September auf das Valiant-Ergebnis.

HÖHERER UMSATZ: (Wallisellen ZH) Die Kabelnetzbetreiberin UPC hat im dritten Quartal 2017 in der Schweiz mehr eingenommen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,2 Prozent auf 340 Millionen Franken. In den ersten beiden Quartalen des Jahres war der Umsatz noch zurückgegangen. Zwischen Juli und Ende September verkaufte UPC 14'000 Festnetz- und Mobilfunkabonnements mehr, wie die Kabelnetzbetreiberin mitteilte. Beim TV-Angebot zog der neue Sportsender "MySports". Unter dem Strich verlor UPC zwar 10'000 TV-Kunden. Dabei ging die Zahl der Abonnenten des Basisangebots gegenüber dem zweiten Quartal um 18'000 auf 543'000 zurück. Im Premium-TV hingegen steigerte UPC die Zahl der Abonnenten um 8000 auf 680'000.

NEUES LADENKONZEPT: (Aarau) Coop hat dieses Jahr das zweite neue Ladenkonzept lanciert. In Aarau wurde ein Shop für Feinschmecker eröffnet. Im Frühling startete in Zug bereits ein neuer Laden für Veganer und Vegetarier - nächstes Jahr eröffnen weitere. Das Delikatessen-Geschäft "Sapori d'Italia" setzt auf die italienische Küche, eine der beliebtesten Küchen in der Schweiz, wie Coop mitteilte. Der Laden im Bahnhof Aarau verkauft Spezialitäten wie frisch gebackene Foccacce, Antipasti, Pasta, Sugo, Mortadella, Chinotto, Kaffeebohnen oder Wein von italienischen Produzenten.

HOCKEY HÄLT TV-KUNDEN: (Bern) Der neue Sportsender "MySports" zahlt sich für die Kabelnetzbetreiber in der Schweiz aus. Zwischen Juli und Ende September haben sie zwar weitere TV-Kunden verloren, doch hat sich dieser Kundenrückgang stark abgebremst. Die Zahl der TV-Kunden sank um 0,5 Prozent oder 11'800 auf rund 2,4 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 1,3 Prozent. Ende September 2016 hatte die Einbusse gegenüber dem Vorjahr noch 4,9 Prozent betragen. Dank mehr Telefonie- sowie Internetkunden stieg die Gesamtzahl der Abonnemente zudem per 30. September 2017 um 0,5 Prozent oder 22'700 auf rund 4,6 Millionen, wie der Branchenverband der Kommunikationsnetze Suissedigital mitteilte.

VERTRIEBSPARTNER GEKAUFT: (Perlen LU) Die Industriegruppe Chemie+Papier Holding (CPH) kauft einen langjährigen Vertriebspartner. Die CPH-Chemie-Tochter Zeochem übernimmt per 1. März 2018 die Armar AG. Diese produziert und vertreibt deuterierte Lösungsmittel. Das profitable Unternehmen erwirtschafte einen Umsatz im mittleren einstelligen Millionenbereich, teilte die im luzernischen Perlen ansässige CPH mit. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. CPH entwickelt, produziert und vertreibt neben Chemikalien auch holzhaltige Papiere und pharmazeutische Verpackungsfolien.

IM AUFWIND: (Grüsch GR) Ein Jahr nach dem Schliessungsentscheid am Standort in Baar ZG vermeldet der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf wieder eine positive Entwicklung. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Graubünden steigerte im Geschäftsjahr 2016/17 den Umsatz um 2,8 Prozent auf 680 Millionen Franken. Auch die Mitarbeiteranzahl wachse wieder, teilte das Unternehmen mit. Nach der Schliessung in Baar war die Belegschaft um 14 Prozent auf 659 Mitarbeiter gesunken.

ÜBERNAHME: (Luzern) Die Centralschweizerische Kraftwerke AG (CKW) baut den Bereich Gebäudetechnik aus und übernimmt auf Anfang 2018 die Elektro-Fürst Holding AG. Alle 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens, das in der Region Olten verankert ist, werden weiterbeschäftigt. Zur Holding gehören drei Elektro-Installationsunternehmen in Hägendorf (SO), Lostorf (SO) und Reiden (LU) sowie das Telematik-Unternehmen Teltech in Niederwangen bei Bern, wie CKW mitteilte. Der Schritt erfolge für die Elektro-Fürst Holding AG im Hinblick auf eine Nachfolgeregelung.

NEUES WERK: (Biel BE) Die Uhrenmarke Omega hat am Donnerstag sein neues Produktionsgebäude in Biel eingeweiht. Der Holzrahmenbau wurde vom japanischen Architekten Shigeru Ban entworfen. Teil der neuen Fabrik der Swatch-Marke ist ein automatisiertes Lagersystem. Die neue Fabrik, errichtet auf dem westlichen Teil des Omega-Geländes, vereint unter seinem Dach die Montage und die Tests der Seeländer Marke. Sie bietet Platz sowohl für jede Produktionsetappe als auch für ein Lager. Das fünfstöckige Gebäude ist laut Omega nach nachhaltigen Prinzipien gebaut und soll damit höchste Ansprüche bezüglich Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit erfüllen.

VERZÖGERTE AUFTRÄGE: (Biel) Beim Maschinenhersteller Mikron verzögern sich Aufträge weiter. Das in Biel ansässige Unternehmen korrigiert seine Gesamtjahresprognose nach unten und erwartet neu einen rückläufigen Umsatz und Betriebsgewinn (EBIT). Bei der Vorlage der Halbjahreszahlen Ende Juli hatte Mikron noch einen Umsatz auf Vorjahresniveau in Aussicht gestellt, der EBIT sollte sich verbessern. Die erste Jahreshälfte war bereits enttäuschend verlaufen. Der Umsatz sank um 6,8 Prozent auf 118,4 Millionen Franken. Einige Aufträge seien deutlich später als erwartet freigegeben worden, schreibt Mikron in einer Mitteilung.

ZINSWENDE: (London) Die britische Notenbank hat die erste Zinserhöhung seit zehn Jahren gewagt. Die Bank of England (BoE) erhöht den Schlüsselsatz zur Versorgung der Geldinstitute um einen Viertelpunkt auf 0,5 Prozent. Auslöser für die Zinswende ist die steigende Teuerung. Die Konsumentenpreise in Grossbritannien steigen seit der Ankündigung des EU-Austritts von Grossbritannien. Im September hatte die Inflationsrate mit 3,0 Prozent ein Fünf-Jahres-Hoch erreicht. Es ist die erste Zinserhöhung in Grossbritannien seit 2007, bevor die weltweite Finanzkrise begann. Wie andere Zentralbanken hatte die Bank of England den Leitzins in der Folge auf ein historisches Tief abgesenkt.

REKORDTIEF: (Nürnberg/Berlin) Die Herbstbelebung drückt die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erstmals seit der Wiedervereinigung unter die Marke von 2,4 Millionen. Im Oktober hatten 2,389 Millionen Frauen und Männer keinen Job - 60'000 weniger als im Vormonat und 151'000 weniger als ein Jahr zuvor. "Die sehr gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an", erklärte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele. "Durch die kräftige Herbstbelebung sinken Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung im Oktober stärker als üblich." Die Nachfrage der Betriebe nach neuen Mitarbeitern nehme weiter zu. 780'000 offene Stellen wurden der BA gemeldet, 88'000 mehr als ein Jahr zuvor.

ERNEUTER DIESEL-RÜCKRUF: (Hamburg) Bei Audi kocht der Dieselskandal wieder hoch. Die VW-Tochter kündigte den europaweiten Rückruf von knapp 5000 Fahrzeugen vom Typ A8 mit V8-Diesel-Motor an, um ein Software-Update zu installieren. Bei technischen Überprüfungen dieser Fahrzeuge mit Euro-6-Abgasnorm seien überhöhte Stickoxid-Werte festgestellt worden, sagte ein Sprecher. Der Sachverhalt sei dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet worden, das die Software als unzulässige Abschalteinrichtung einstufe. Die Zulassungsbehörde äusserte sich zunächst nicht. Wie viele Autos in der Schweiz betroffen sind, kann die Generalimporteurin Amag auf Anfrage noch nicht beziffern. Es handle sich aber vermutlich um eine sehr kleine Anzahl von Fahrzeugen, sagte ein Sprecher.

OPTIMISMUS FÜR DAS JAHRESENDE: (Metzingen) Ein wieder anziehendes Geschäft in China und mehr Verkäufe in den eigenen Läden stimmen den Edelschneider Hugo Boss optimistisch für das Jahresende. Das Unternehmen erhöhte infolge dessen nach Ablauf des dritten Quartals seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr. 2017 dürften die Erlöse in lokalen Währungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen, teilte der Bekleidungshersteller mit. Bislang war Hugo Boss von einer weitgehend stabilen Entwicklung ausgegangen. Zwischen Juli und September legte der Umsatz um ein Prozent zu auf 710,7 Millionen Euro. In lokalen Währungen lag der Zuwachs bei 3 Prozent. Der bei Hugo Boss als operatives Ergebnis geltende um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebitda) ging im dritten Quartal wegen höherer Kosten fürs Marketing und die Digitalisierung um ein Prozent auf 142,9 Millionen Euro zurück. Im Gesamtjahr soll das Ebitda stabil bleiben.

REKORDVERLUST: (San Francisco) Der US-Elektroautobauer Tesla aus dem Sillicon Valley bekommt die Probleme mit seinem Model 3 nicht in den Griff: Das Unternehmen muss seine Produktionsziele verschieben und schreibt im dritten Quartal einen Rekordverlust. Das Model 3 gilt als Teslas Hoffnungsträger. Doch statt schon im Dezember könne die Fertigung des wichtigen Model 3 erst drei Monate später auf wöchentlich 5000 Fahrzeuge hochgefahren werden, kündigte Firmenchef Elon Musk an. Damit verliert Tesla wichtige Zeit. Wegen der Probleme bei Model 3 verbrennt das ohnehin Verluste schreibende Unternehmen noch mehr Geld. Im abgelaufenen Quartal belief sich der Verlust auf 619 Millionen Dollar.

UNTER DRUCK: (Montreal) Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier gerät nach weiteren Verlusten zusehends unter Druck. Der Konzern fuhr im dritten Quartal unter dem Strich einen Fehlbetrag von 117 Millionen Dollar ein, wie der Konzern mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war ein Verlust von 94 Millionen Dollar angefallen. Das Unternehmen räumte zudem ein, dass es wegen Verspätungen bei den Motoren in diesem Jahr wohl nur 20 bis 22 Flugzeuge seiner CSerie statt der geplanten 30 ausliefern werde.

BOOMENDES GESCHÄFT: (Peking) Das Geschäft beim chinesischen Internethändler Alibaba boomt. Der Konzernumsatz stieg im abgelaufenen Vierteljahr um fast zwei Drittel und der Gewinn verdoppelte sich. Zum Erfolg habe auch die Strategie beigetragen, das Online-Geschäft mit "echten" Läden zu ergänzen, ", sagte Alibaba-Chef Daniel Zhang. Konkurrent Amazon, weltweit grösster Online-Händler, hatte für das Sommerquartal ebenfalls einen Umsatzsprung vermeldet, allerdings nur um 34 Prozent und vor allem dank der Übernahme der Biosupermarktkette Whole Foods. Alibaba steigerte seinen Quartalsumsatz um 61 Prozent auf 55,1 Milliarden Yuan (rund 8,3 Milliarden Franken), der Gewinn war mit 17,7 Milliarden Yuan mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Analysten hatten mit einem wesentlich kleineren Gewinnanstieg gerechnet.

(AWP)