UBS-Aktien dank hohem Quartalsgewinn gesucht

Die Aktien der UBS sind im frühen Donnerstags-Handel gesucht und notieren deutlich besser als der schwache Gesamtmarkt. Die Grossbank hat mit ihrem Gewinnausweis im dritten Quartal die durchschnittlichen Erwartungen deutlich übertroffen. Treiber waren dabei allerdings vor allem die Investment Bank und tiefer als prognostizierte Kosten. Erneut hinter den Erwartungen zurück blieb dagegen die Kernsparte Globale Vermögensverwaltung.
25.10.2018 10:05

Wenig Überraschendes finden die Analysten in den bisherigen Informationen zum Investorentag. Das Management tritt in London erstmals seit 2014 wieder vor die Analystengemeinde und orientiert über Strategie und Zielsetzungen. Insgesamt seien die Ziele etwas weniger verbindlich formuliert, so die verbreitete Meinung unter den Experten.

Die UBS-Aktien zeigten in der ersten Handelsstunde eine volatile Kursentwicklung. Die Notierungen schwankten von über 2 Prozent im Plus bis zu gegen 1 Prozent im Minus. Zur Berichtszeit um 9.50 Uhr lagen sie mit einer Zunahme um 1,3 Prozent auf 13,42 Franken im positiven Bereich. Insgesamt schlagen sich die Titel aber deutlich besser als der Gesamtmarkt, der gemessen am SMI 0,8 Prozent verlor.

Die Analysten loben in ihren ersten Kommentaren in der Mehrheit den deutlich über den Erwartungen ausgefallenen Gewinn. Gleichzeitig weisen sie aber darauf hin, dass die Ergebnisqualität eher beschränkt sei. Der Grund für die Zurückhaltung liegt im relativ schwachen Abschneiden des Kerngeschäftes. Die neu zusammengeführte Sparte Global Wealth Management verfehlte die Konsensprognose klar.

Sehr positiv verlief dagegen das Geschäft in der Investment Bank: Beflügelnd wirkten höhere Erträge und tiefere Kosten. Und auch insgesamt blieben die Kosten im dritten Quartal hinter den Schätzungen der Analysten zurück. Etwas höher als erwartet präsentiert sich auch die Kapitaldecke der UBS zum Quartalsende.

Mit Blick auf den Investorentag halten sich die Analysten in ihren ersten Kommentaren tendenziell zurück. Die Ziele seien etwas weniger verbindlich als bisher, moniert die ZKK. Vontobel erachtet die präzisierten Vorgaben aber als "realistisch".

Die Aussagen zum zukünftigen Dividendenwachstum werden grundsätzlich begrüsst. Dennoch zeigen sich einige Analysten enttäuscht davon, dass beim Aktienrückkaufprogramm alles beim Alten bleibt.

gab/uh

(AWP)