UBS weiterhin mit hohen Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten

Die UBS hat immer noch milliardenhohe Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in ihren Büchern. Die Rückstellungen "für Rechtsfälle sowie regulatorische und ähnliche Angelegenheiten" lagen Ende September bei 2,31 Milliarden nach 2,44 Milliarden Franken Ende Juni.
25.10.2018 10:40

Dies geht aus dem Geschäftsbericht zum dritten Quartal hervor, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Einer der grösseren offenen Fälle ist ein Rechtsstreit mit Frankreich.

Hier steht die UBS seit dem 8. Oktober und voraussichtlich noch bis zum 15. November 2018 vor Gericht, wo sie sich gegen Vorwürfe der Geldwäscherei und der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verteidigen muss. Im Juli 2014 hatte die UBS eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen müssen.

Auch eine Einigung mit dem US-Justizministerium im Hypothekenstreit wegen des Verkaufs fauler sogenannter Residential Mortgage-Backed Securities (RMBS) steht noch aus.

Die Credit Suisse hatte für die Beilegung des Falls Ende 2016 tief in die Tasche greifen müssen: Sie musste eine Busse von 2,48 Milliarden Dollar zahlen und 2,8 Milliarden Dollar Entschädigung an die Hypothekarkunden in Form von Schuldenerlassen und Finanzierung von erschwinglichem Wohnraum.

ys/uh

(AWP)