Vifor Pharma erreicht Ziele in Phase-III-Studie mit intravenöser Eisenbehandlung

29.10.2018 17:38

Zürich (awp) - Das Pharmaunternehmen Vifor Pharma hat neue Ergebnisse aus einer Phase-III-Studie vorgelegt. Wie es in der Mitteilung vom Montag heisst, untermaueren die Daten die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit einer intravenösen Eisenbehandlung bei Patienten, die wegen chronischen Nierenversagens eine Hämodialyse erhalten.

So habe sich gezeigt, dass eine hochdosierte intravenöse Eisen-Behandlung bei Patienten, die eine Hämodialyse erhalten, den zusätzlichen Bedarf an sogenannten Erythropoese-stimulierende Substanzen senkt. Dabei handelt es sich um Substanzen, die die Bildung roter Blutkörperchen anregen.

Zudem habe eine höheren Dosierung die Sterberate oder die Gefahr kardiovaskulärer Ereignisse gegenüber einer niedrigeren Dosierung um 22 Prozent reduziert. Dabei gingen die höheren Dosierungen nicht mit steigenden Risiken einer Hospitalisation, Infektion oder Thrombose einher, teilte Vifor mit.

Die Ergebnisse wurden an der Fachtagung ASN (American Society of Nephrology) vorgestellt.

Daten sollten Ärtze überzeugen

Wie es in einem Kommentar der ZKB dazu heisst, zeigen die Daten, dass es für den Patienten besser ist, höhere anstatt tiefere Eisendosen zu erhalten. "Die Ergebnisse der PIVOTAL-Studie waren eindeutig", schreibt Analystin Sibylle Bischofberger.

Solche Programme wie die PIVOTAL-Studie dürften Vifor Pharma helfen, weiter mit seinen Eisenmedikamenten zu wachsen, da die Ärzte sich damit eher für die Abgabe höherer Dosen von Eisen entscheiden, wenn solche Studien vorliegen.

An der Börse wurden die Daten positiv aufgenommen und die Vifor-Aktien schlossen am Montag 3,0 Prozent höher auf 140,15 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) gewann 1,1 Prozent hinzu.

hr/uh

(AWP)