Weko genehmigt Gateway Basel Nord

Das Projekt für das Umschlagterminal Gateway Basel Nord (GBN) hat eine wichtige Hürde genommen. Die Wettbewerbskommission (Weko) erhebt keine Einwände gegen das Zusammenschlussvorhaben von SBB, Hupac und Rethmann, wie es in einer Medienmitteilung am Donnerstag hiess.
13.06.2019 08:15

Die Vorteile des Projekts würden die Nachteile der marktbeherrschenden Stellung von GBN im Bereich Umschlagsleistungen überwiegen. Das Grossterminal könne zwar den wirksamen Wettbewerb teilweise beseitigen, verbessere andererseits aber die Wettbewerbsverhältnisse im Gütertransport auf der Schiene, hiess es weiter. Im Endausbau soll GBN nebst landseitigen (Strasse und Schiene) auch schiffseitige Güterumschlagsleistungen anbieten.

Die Weko habe das Vorhaben eingehend geprüft. Die Kommission kommt zum Schluss, dass damit der wirksame Wettbewerb beim Umschlag von Containern, Wechselbehältern und Sattelaufliegern im Import- und Exportverkehr beseitigt werden könne. Dies betreffe namentlich den Umschlag auf der Schiene sowie den Umschlag vom Schiff auf die Schiene. Das Projekt führe aber auch zu substanziellen Kosten- und Zeiteinsparungen im kombinierten Verkehr.

GBN: Entscheid schafft Klarheit

Die Betreibergesellschaft GBN begrüsst den Entscheid der Weko. Er schaffe Klarheit und ist eine der wesentlichen rechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung, hiess es in einer Stellungnahme. Die Betreibergesellschaft begrüsst zudem die Auflagen des Bundesamts für Verkehr zur Diskriminierungsfreiheit und werde das Gateway danach betreiben. Als nächster Meilenstein wird die Baugenehmigung im Verlauf der nächsten Monate erwartet. Sollte diese noch im laufenden Jahr erteilt werden, rechnet das Unternehmen mit einer Inbetriebnahme im Jahr 2021.

GBN wurde 2015 von den drei Schweizer Logistik- und Transportunternehmen Contargo, SBB Cargo und Hupac gegründet.

yr/kw

(AWP)

 

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