Westschweizer Joël Mesot wird neuer Präsident der ETH Zürich

Mit Joël Mesot steht in den nächsten vier Jahren ein Romand an der Spitze der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Der Bundesrat hat den 54-jährigen Physikprofessor und aktuellen Direktor des Paul Scherrer Instituts zum neuen ETH-Präsidenten gewählt.
24.10.2018 15:38

Die Regierung folgte dem Antrag des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBK) und der einstimmigen Empfehlung des ETH-Rats, wie es in einer Mitteilung vom Mittwoch heisst. Mesot übernimmt die Nachfolge von Lino Guzzella und wird sein Amt am 1. Januar 2019 antreten.

Der in Genf geborene Wissenschaftler spricht neben Französisch fliessend Deutsch, Englisch und Spanisch. Begonnen hatte seine berufliche Karriere mit dem Physikstudium an der ETH Zürich zwischen 1984 und 1989. Seither hatte Mesot immer wieder verschiedene Funktionen an der ETH inne. Seit 2010 ist er unter anderem Mitglied im ETH-Rat.

Zwei Jahre zuvor hatte der Westschweizer das Amt als Direktor des Paul Scherrer Instituts (PSI) angetreten. Der Bundesrat streicht denn auch seine Führungsfähigkeiten "von Wissenschafts- und Forschungsinstitutionen modernster Prägung" heraus.

Mesot hat das PSI weiterentwickelt und als weltweit führende Forschungsinstitution etabliert. Zu den wichtigsten Entwicklungen gehören insbesondere die Inbetriebnahme des Röntgenlasers SwissFEL. Weitere Meilensteine sind die Protonentherapie für die Behandlung von Krebserkrankungen sowie die Realisierung des Park Innovaare als Standort des Innovationsparks Schweiz.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann würdigte auch den bisherigen ETH-Präsidenten Guzzella. Letzterer habe in den vergangenen bald vier Jahren den internationalen Ruf der ETH weiter gestärkt. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung erfülle die ETH eine wichtige Funktion, um die Schweiz in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Insgesamt hatten sich vierzig Personen, darunter 18 Frauen, auf der Liste für Guzzellas Nachfolge befunden. Mesot absolvierte das mehrstufige Verfahren inklusive externem Assessment unter der Leitung von ETH-Ratspräsident Fritz Schiesser am besten.

(AWP)