Zur Rose-Tochter muss im Streit um Apothekenautomaten vor Oberlandesgericht

Im Rechtsstreit um einen Apothekenautomaten zieht der Versandhändler DocMorris, eine Tochtergesellschaft der Zur Rose Gruppe, vor das Oberlandesgericht in Karlsruhe. Ein Termin ist am 10. April kommenden Jahres angesetzt, bestätigte eine Sprecherin des Gerichtes am Donnerstag einen Bericht der "Heilbronner Stimme" (Freitag).
18.10.2018 18:16

In der ersten Instanz war DocMorris vor dem Landgericht Mosbach gescheitert. Dort hatten ein Versandapotheker aus Deutschland sowie drei Apotheker aus dem Umkreis und ein Landesverband gegen den Betrieb des Automaten geklagt.

Die Anlage in Hüffenhardt (Neckar-Odenwald-Kreis) hatte nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel ausgegeben, nachdem Mitarbeiter in den Niederlanden das Medikament per Knopfdruck freigegeben hatten. Beraten wurde per Videochat. Das Gericht verbot den Betrieb mit der Begründung, dass die praktizierte Abgabe und Lagerung von Medizin gegen das Arzneimittelgesetz verstosse und wettbewerbswidrig sei. Die Abgabe sei nur in einer Apotheke oder durch den Versandhandel einer Apotheke zulässig.

Dagegen geht DocMorris nun in Berufung./luz/DP/jha

(AWP)