Bruce Springsteen spricht über seine Depressionen

Bruce Springsteen hat am Donnerstagabend auf der Frankfurter Buchmesse mit Selbstironie über seine Depressionen gesprochen. "Ich mache seit 30 Jahren Psychoanalyse, mein erster Arzt ist schon gestorben", scherzte er bei der Präsentation seiner Memoiren "Born to Run".
20.10.2016 21:23

"Die Depressionen habe ich in meinem irischen Blut weitergegeben bekommen" - genauer von der Familienseite seines Vaters Doug, der, wie sich herausgestellt habe, an einer bipolaren Störung gelitten habe.

Auf die Frage, wie seine italienischstämmige Mutter Adele auf die 672 Seiten lange Autobiografie reagiert habe, sagte Springsteen: "Sie leidet schwer an Alzheimer, aber sie wollte immer, dass ich Autor werde. Ich denke, es hätte ihr gefallen." Der gefeierte Songwriter erzählte ausserdem, dass er mit Unterbrechungen sieben Jahre an der für ihn ungewohnten Prosa geschrieben habe.

Vor mehr als 100 europäischen Journalisten trug der "Boss" ein graues Sakko, Blue Jeans und schwarze Boots, sass breitbeinig in seinem Sessel und las einige Passagen seine Buches vor - dafür zückte der Mittsechziger seine Lesebrille. Die Lesung fand unter strengster Geheimhaltung in einem Frankfurter Fünf-Sterne-Hotel statt

(SDA)