Bundesamt für Statistik erwartet im nächsten Jahrzehnt mehr Schüler

Neue Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) bestätigen den Trend: Im kommenden Jahrzehnt werden deutlich mehr junge Menschen die Schulbank drücken. Grund dafür ist die seit 2004 registrierte Geburtenzunahme.
21.10.2016 11:11

Die Zahl der Kindergärtler, Primar- und Sekundarschüler dürfte ab 2017 für mindestens zehn Jahre ansteigen, wie aus den am Freitag veröffentlichten Szenarien 2016-2025 für das Bildungssystem des BFS hervorgeht. Bereits im Vorjahr wies das Zehnjahres-Szenario aus, dass der Schülerschwund in der Schweiz vorbei ist. Nun hat das BFS seine Zahlen aktualisiert.

Auf der Primarstufe I dürfte sich das seit 2008 andauernde Wachstum zwar etwas verlangsamen. Das BFS rechnet mit einem Anstieg der Schülerzahl um noch 12 Prozent (2015: 14 Prozent). 2025 soll die Zahl von 190'000 Schülerinnen und Schülern erreicht sein.

Auf der Primarstufe II dürfte der 2013 begonnene Anstieg noch 14 Prozent betragen (2015: 16 Prozent). Im Jahr 2025 rechnet das BFS mit 539'000 Schülern. In der Sekundarstufe I dürfte der Tiefpunkt 2016 erreicht sein. Ab kommendem Jahr wird die Zahl der Lernenden bis 2025 um 12 Prozent auf 267'000 zunehmen.

Bis sich die Geburtenwelle auf die Sekundarstufe II durchschlägt, dauert es etwas länger. Hier steht die Trendwende im Jahr 2020 an, während die Zahlen bis 2019 leicht rückläufig sein werden. Bis 2025 dürfte die Zahl der Lernenden des ersten Jahres insgesamt um 9 Prozent steigen.

Die Anzahl der Abschlüsse der beruflichen Grundbildung dürfte bis 2021 um etwa 4 Prozent abnehmen und dann bis 2025 wieder steigen (+ 2 Prozent). Die seit zehn Jahren zunehmende Zahl der Maturitätsschüler wird weiter steigen, wenn auch weniger rasch (+ 4 Prozent bis 2025).

An den Hochschulen dürften bis 2025 insgesamt 259'000 Personen studieren, was einer Zunahme von 9 Prozent entspricht. Bei den Universitäten geht das BFS von einem Wachstum von 5 Prozent, bei den Fachhochschulen von 13 Prozent und an den pädagogischen Hochschulen von 15 Prozent aus. Der stärkste Anstieg wird bis zum Jahr 2017 erwartet, danach dürfte sich das Wachstum abflachen.

(SDA)