Bundespräsident Maurer trifft in New York Irans Präsident Ruhani

Bei der Eröffnung der Uno-Generalversammlung hat Bundespräsident Ueli Maurer in New York seinen iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani getroffen.
24.09.2019 22:21

Die Schweiz und Iran feiern 100 Jahre der diplomatischen Beziehungen. Maurer bedankte sich bei Ruhani für die gute Zusammenarbeit, die die beiden Staaten pflegen.

Seit bereits 40 Jahren hat die Schweiz ein Schutzmachtmandat für Iran und die USA. Sie nimmt die konsularischen Dienste für Amerikaner im Iran wahr und umgekehrt.

Das Treffen sei in einer freundschaftlichen Atmosphäre verlaufen, sagte Maurer. "Das Gespräch drehte sich um eine Analyse: Wo stehen wir, was können wir in nächster Zeit gemeinsam tun?"

Die Spannungen zwischen dem Iran und den USA seien nicht Gegenstand des Gespräches gewesen, sagte der Bundespräsident. In absehbarer Zukunft sei auch kein Treffen zwischen Ruhani und US-Präsident Donald Trump geplant.

Die Schweiz habe die Rolle eines Briefträgers zwischen den beiden Ländern. Ihre Aufgabe sei es, Aussagen, die gemacht werden, in eine Sprache zu übersetzen, die auch verstanden werde. "Die Gefahr einer Eskalation besteht immer dann, wenn man sich nicht mehr zuhört", sagte der Bundespräsident.

(SDA)