Der Hochsommer klingt mit heissem Mittwoch aus

Am Mittwoch sind Sonnenhungrige noch einmal auf ihre Kosten gekommen. Verbreitet gab es sommerliche Temperaturen um die 30 Grad. Ab Donnerstag kühlt es hingegen deutlich ab.
30.08.2017 16:25

Eine Kaltfront zieht ab Donnerstag mit auffrischendem Wind sowie Schauern und Gewittern über die Schweiz, wie der Wetterdienst MeteoNews mitteilte. Die Temperaturen dürften noch etwa 20 bis 25 Grad erreichen.

Am Freitag, pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang am 1. September, wird es dann richtig kühl. Angesagt sind nur noch etwa 15 Grad und zudem viel Regen. Danach "wird es nur langsam wieder etwas freundlicher und milder", schreibt MeteoNews weiter.

Der zu Ende gehende August brachte der Schweiz Hochsommerhitze. Die Temperaturen lagen 1,7 bis 1,8 Grad über dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010. "In vielen Gebieten war es einer der zehn heissesten Augustmonate in den über 150-jährigen Aufzeichnungen", hiess es dazu am Mittwoch im Blog von MeteoSchweiz.

Über den ganzen Sommer gesehen sind die Differenzen gar noch grösser. Im landesweiten Durchschnitt stieg die Sommertemperatur 1,9 Grad über die Norm von 1981-2010.

Die Schweiz registrierte damit nach dem drittwärmsten Frühling dieses Jahr auch den drittwärmsten Sommer seit Messbeginn im Jahr 1864. Heisser waren bisher nur der Sommer 2015 mit 2,3 Grad und der legendäre Hitzesommer 2003 mit 3,6 Grad über dem langjährigen Mittel. Der Schweizer Sommer ist von der Klimaperiode 1961-1990 zur Klimaperiode 1981-2010 "nachhaltig um 1,2 Grad wärmer geworden", wie MeteoSchweiz schreibt.

Der Juni 2017 als zweitwärmster seit Messbeginn lag landesweit gemittelt 3,3 Grad über der Norm. Er bescherte der Schweiz eine fünftägige Hitzewelle.

Im Juli herrschte vorwiegend wechselhaftes Wetter durchsetzt mit häufigen und lokal ungewöhnlich kräftigen Schauern und Gewittern, wie MeteoSchweiz weiter schreibt. Dennoch lag die Julitemperatur 0,8 Grad über der Norm.

In Zürich wurden laut MeteoNews bis am Mittwoch insgesamt 18 Hitzetage verzeichnet - zehn mehr als normalerweise. Die Sonnenscheindauer war demgegenüber aber ziemlich durchschnittlich.

Extrem warm waren besonders im August auch die Nächte. Einige Messstandorte registrierten gemäss MeteoSchweiz die höchste August-Minimaltemperatur seit Messbeginn, so etwa Lugano, wo die Temperatur am 5. August auch nachts nicht unter 23,5 Grad sank. Nördlich der Alpen verzeichnete Neuenburg am 4. August nicht weniger als 23 Grad.

Im Sommer 2017 entluden sich auch einige heftige Gewitter mit Hagel und kräftigen Sturmböen. Anfang Juli verursachten unwetterartige Gewitter grosse Schäden in den Kantonen Aargau, Bern und Solothurn.

Der Gewitterzug am frühen Morgen des 2. August am Nordrand der Schweiz brachte einen neuen Schweizer Regenrekord. In Eschenz TG fielen innerhalb von zehn Minuten 36,1 mm. Dies übertraf den bisherigen Zehnminuten-Rekord von 33,6 mm, gefallen im August 2003 in Locarno-Monti, deutlich.

(SDA)