Deutsche Behörde warnt vor schwerer Sturmflut an Nordseeküste

Ein Herbststurm mit drohender Sturmflut hat im Norden Deutschlands den Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Zahlreiche Bahnverbindungen wurden unterbrochen.
29.10.2017 08:16

Die Deutsche Bahn stellte nach eigenen Angaben in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Teilen Schleswig-Holsteins den Zugverkehr aus Sicherheitsgründen vorübergehend ein.

Von den Sperrungen waren insbesondere auch die Fernverkehrsstrecken Berlin-Hamburg, Rostock-Hamburg, Bremen-Hannover und Dortmund-Hamburg sowie die Verbindungen von Hamburg nach Westerland, Kiel und Stralsund betroffen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern war der Zugverkehr auf mehreren Strecken wegen umgestürzter Bäume und Äste in den Oberleitungen beeinträchtigt.

Die Dauer der Einschränkungen sei nicht absehbar, teilte die Deutsche Bahn mit. Reparaturtrupps entfernten mit Kettensägen umgestürzte Bäume von den Gleisen. Beschädigte Oberleitungen würden repariert. Helikopter seien zur Streckenkontrolle im Einsatz.

Wegen des Herbststurms "Herwart" droht an der deutschen Nordseeküste am Sonntagvormittag eine schwere Sturmflut. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab in der Nacht eine entsprechende Warnung heraus.

Besonders stark betroffen könnten Hamburg und die angrenzenden Elbegebiete sein: Hier wird ein Pegel von bis zu 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet.

Im Wesergebiet könnten die Pegel zwei Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, an der nordfriesischen Küste rund 1,5 Meter. Die Warnung vor der schweren Sturmflut besteht nach Angaben des Bundesamts zunächst bis Sonntag um 10.00 Uhr.

(SDA)