Diebesbande in Graubünden schlägt trotz Fahndung erneut zu

In Graubünden ist eine unglaublich dreiste Diebesbande unterwegs: Trotz intensiver Fahndung lässt sie sich nicht davon abhalten, Autos zu entwenden und einzubrechen. Unter den Augen der Polizei gelang ihr schon drei Mal die Flucht - dazwischen klaute sie einen Tresor.
31.08.2016 15:56

In der Nacht auf Mittwoch schlugen die Männer gemäss Polizeiangaben erneut zu: Zwischen Domat/Ems und Chur verübten sie mehrere Einbrüche und klauten bereits das dritte Auto. Damit durchbrachen sie bereits die zweite Polizeikontrolle.

Aufgrund des Täterverhaltens geht die Kantonspolizei davon aus, dass es sich um dieselbe Täterschaft handelt, welche am Montag und Dienstag bei Trin Katz und Maus mit Polizeipatrouillen spielte.

Angefangen hatte die beispiellose Räuberhatz noch recht erfolgversprechend am Montagabend. Eine Polizeipatrouille folgte einem gestohlen gemeldeten Personenwagen von Splügen das Hinterrheintal hinab Richtung Chur und wieder hinauf nach Trin.

Als die Beamten das Fahrzeug dort zum Halten aufforderten, beschleunigte dieses aber und bog auf eine Nebenstrasse ab. Dort sprangen die Insassen, mindestens vier Männer, aus dem Wagen und flüchteten zu Fuss. Das zurückgelassene Auto begann führerlos wieder zu rollen, überfuhr eine Signalisationstafel, überquerte die Kantonsstrasse und kollidierte mit dem Strassenbord.

Die Polizei nahm eine Nahfahndung auf mit mehreren Patrouillen und Personenspürhunden. Zudem wurde im Nachbardorf Tamins eine Strassenkontrolle eingerichtet.

Wie sich später herausstellte, liessen sich die Einbrecher von den Polizeiaktivitäten nicht von ihren kriminellen Plänen abbringen. Sie brachen noch in Trin in ein Firmengebäude ein und klauten den Tresor. Und da sie kein Auto mehr hatten, bedienten sie sich auf dem Parkplatz der Firma.

Den Tresor knackten sie praktisch vor Ort und liessen ihn ausgeräumt neben einem Stall liegen. Danach, kurz nach vier Uhr morgens fuhren sie mit dem gestohlenen Auto an eine Polizeikontrolle im Nachbarort Tamins heran. Sie missachtete dort das Haltezeichen der Beamten und flüchteten erneut erfolgreich.

Noch in Tamins liessen sie auch das zweite Auto zurück und beschafften sich dann das dritte Fahrzeug zwei Dörfer weiter, in Domat/Ems, wo sie ein nicht abgeschlossenes Auto fanden, in dem sogar noch der Zündschlüssel steckte. Danach ging es erneut auf Einbruchstour.

Die Fahndung dauerte am Mittwochnachmittag weiter an. Die Polizei forderte die Bevölkerung über die Medien auf, Verdächtiges sofort zu melden, abgestellte Personenwagen abzuschliessen und keine Fahrzeugschlüssel im Auto zurückzulassen.

(SDA)