Drei Schweizer Bergsteiger stürzen am Monte Rosa in den Tod

Drei Schweizer Bergsteiger sind am Sonntagmorgen auf der Südseite des Monte-Rosa-Massivs in den Tod gestürzt. Fünf Überlebende wurden von italienischen Rettungsmannschaften in eine Berghütte gebracht.
28.08.2016 15:47

Die Alpinisten gehörten einer Seilschaft von insgesamt acht Personen an, wie Tiziano Trevisan, Sprecher der Bergrettungsorganisation im Aostatal, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Nachrichtenagenturen berichteten indes von einer sechsköpfigen Seilschaft.

Drei Bergsteiger stürzten um 7 Uhr rund 800 Meter in die Tiefe, nachdem sich grosse Schneemassen losgelöst hatten. Die anderen Bergsteiger konnten Alarm schlagen, wie mehrere Nachrichtenagenturen meldeten. Rettungskräfte brachten die Unversehrten in eine Berghütte.

Die Leichen sollten geborgen werden, wenn die Witterungsverhältnisse es zulassen. Es bestand die Gefahr weiterer Schneeabbrüche. Zu der Identität der Verstorbenen machte die Bergrettung keine Angaben.

Der Monte Rosa liegt an der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Sein Hauptgipfel, die 4634 Meter hohe Dufourspitze, liegt in der Schweiz. Der Absturz ereignete sich gemäss der Nachrichtenagentur Ansa an der Signalkuppe.

Am Wochenende verloren auch in den Schweizer Bergen mehrere Menschen ihr Leben. So starb am Samstagmittag ein 53-jähriger Wanderer beim Abstieg vom Sichelchamm im Kanton St. Gallen. Er war auf dem exponierten Südgrat ins Straucheln geraten und rund 300 Meter den Hang hinunter gestürzt, wie die Kantonspolizei mitteilte.

Bereits am Freitag stürzte ein Bergsteiger am Catogne im Wallis in ein Couloir. Die Rettungskräfte konnten den 69-Jährigen nur noch tot bergen. Seine Familie hatte die Polizei alarmiert, nachdem der Mann nicht von seiner Bergtour zurückgekehrt war.

In Stechelberg im Berner Oberland starb am Freitag eine US-Amerikanerin. Die 63-Jährige stürzte beim Wandern rund 100 Meter einen steilen Abhang hinunter.

Ein 47-jähriger Gletischirmpilot stürzte zudem am Freitagabend bei der Alp Filder im Appenzellerland ab. Auch für ihn kam jede Hilfe zu spät.

(SDA)