Erdogan nennt Tod Khashoggis "geplanten Mord"

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wirft Saudi-Arabien vor, den regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi grausam getötet zu haben. Es gebe starke Anzeichen dafür, dass die Tötung geplant gewesen sei, sagte Erdogan am Dienstag.
23.10.2018 11:51

Die Erklärung Saudi-Arabiens, einige Mitglieder des Geheimdienstes seien für die Tat verantwortlich, reiche nicht aus, sagte Erdogan in einer Rede vor seiner Fraktion im Parlament in Ankara. Er sprach von einem "barbarischen geplanten Mord". Die Türkei habe "starke Beweise in der Hand".

Niemand dürfe davon ausgehen, dass die Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen werden könnten, ohne dass alle Fragen beantwortet worden seien. Erdogan forderte zudem die saudiarabischen Behörden auf, die Verdächtigen in Istanbul vor Gericht zu stellen.

Bislang hatten die türkischen Behörden noch keine Stellungnahme zum offiziellen Stand der Ermittlungen abgegeben. Seit dem Verschwinden des Mannes hatten Regierungsmitglieder und Angehörige der Sicherheitskräfte anonym Informationen an türkische und US-Medien weitergegeben, ohne jedoch Beweise vorzulegen. Auch woher die Informationen stammten, blieb unklar.

(SDA)