Ermittler ordnen nach Busunfall im Tessin technisches Gutachten an

Nach dem Unfall eines Kölner Reisebusses auf der Autobahn A2 bei Sigirino TI am Sonntagmorgen laufen die Ermittlungen zur Unfallursache. Die Polizei hat ein technisches Gutachten in Auftrag gegeben.
15.10.2018 10:26

Dies sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Tessiner Kantonspolizei hat noch keine Erkenntnisse, warum der Bus gegen den Pfosten einer Verkehrsschildanlage prallte.

Der Fahrer habe noch nicht befragt werden können, sagte ein Polizeisprecher. Er gehört zu den beiden Schwerverletzten. Weitere acht Personen lagen mit mittelschweren Verletzungen im Krankenhaus. Viele von ihnen könnten womöglich zusammen mit den Unverletzten noch am Montag die Heimreise antreten.

Der grösste Teil der Gruppe sollte am Montag mit der Bahn zurückreisen, sagte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA. Er übernahm für das betroffene Bus-Unternehmen die Notfall-Koordination.

Der Unfall passierte am Sonntagmorgen wenige Kilometer nördlich von Lugano vor dem Ceneri-Tunnel. Der Bus prallte auf einen Pfosten. Die Fahrerkabine wurde dadurch aufgerissen und völlig zerstört. Der weisse Car war in Köln aufgebrochen und auf dem Weg nach Assisi.

Laut Hübner wollte die Reisegruppe mehrere Tage in Italien verbringen. Von den insgesamt 25 Personen im Bus blieben zehn unverletzt. Eine 27-jährige Frau aus Deutschland starb. Bei den Passagieren handelte es sich laut Polizei vor allem um eine Gruppe junger Leute, die meisten 16 bis 23 Jahre alt.

(SDA)