Fast 300'000 Besucher am ersten Festwochenende der Badenfahrt

Am ersten Wochenende haben fast 300'000 Personen das Volksfest Badenfahrt in Baden AG besucht. Der Vorrat an Tagespässen reichte nicht aus, sodass zeitenweise Festpässe von anderen Tagen ausgegeben werden mussten.
21.08.2017 12:37

Am Freitagabend reisten rund 70'000 Besucher an die Badenfahrt. Am Samstag waren es deutlich mehr. Das Organisationskomitee schätzte die Zahl auf rund 120'000 Besucher. Am Sonntag waren es erneut rund 100'000 Besucher, wie die Organisatoren am Montag mitteilen.

Der öffentliche Verkehr geriet während gewissen Stunden an seine Grenzen. Selbst nach dem Festende am frühen Sonntagmorgen waren die SBB-Züge voll. Die SBB prüft nun im Hinblick auf das nächste Wochenende Entlastungsmassnahmen.

Neben dem Schlichten von Streitigkeiten gegen Festende mussten zwei Personen mit der erstmals im Sicherheitsdispositiv einbezogenen Flussrettung aus einer misslichen Lage befreit werden. Bei Personenkontrollen wurden Drogen konfisziert und Personen zur Anzeige gebracht.

In der Nacht zum Sonntag kam der Personenfluss auf dem Schlossbergplatz ins Stocken. Eine erste Massnahme, das Stoppen der Projektion am Stadtturm, brachte kurzfristig eine Verbesserung.

Am Freitagabend kam es zu zehn Rettungsdiensteinsätzen und sechzig Bagatellvorfällen. Am Samstag waren deutlich weniger Rettungsdiensteinsätze notwendig, dafür hatte die Sanität mehr zu tun. Gezählt wurden am Wochenende total 287 Bagatellvorfälle und 23 Hospitalisationen. Oftmals war Alkohol mit im Spiel.

Probleme verursachten viele Bars und Festbeizen mit hohen Lärmemissionen. Am Freitagabend wurden von der Stadtpolizei Baden Lärmmessungen durchgeführt. Die erlaubten 93 Dezibel wurden bei vielen Festbeizen überschritten.

Teilweise war der Lärmpegel so hoch, dass die Polizei und die Organisatoren intervenieren mussten. Leider hätten sich einige der Beizen auch am Samstag nicht an die erlaubten 93 Dezibel gehalten, schreiben die Organisatoren in ihrer Mitteilung.

Das OK Badenfahrt werde die notwendigen Massnahmen treffen. Zudem mussten mehrere Beizen am Festende jeweils aufgefordert werden, den Betrieb einzustellen.

(SDA)