Fest zur Bahnhofseinweihung in Bellinzona

Mit der NEAT soll Bellinzona zum "Tor in den Süden" werden. Schon zwei Monate bevor die ersten Züge fahrplanmässig durch den Gotthard-Basistunnel fahren, erstrahlt der Bahnhof in neuem Glanz. Das will die Kantonshauptstadt am kommenden Wochenende feiern.
11.10.2016 13:35

Der gesamte Bereich der historischen Altstadt wird sich zu diesem Anlass am Samstag in eine Festmeile verwandeln. Musikgruppen spielen in der Burgenstadt und zahlreiche Marktstände sollen den Weg bis zum Bahnhof säumen.

Das Bellinzoneser Rathaus, das Teatro Sociale und das Regierungsgebäude öffnen an diesem Tag ausserdem ihre Pforten für die Besucher. Zudem sind Kunstausstellungen auf den drei Burgen Bellinzonas frei zugänglich.

Historiker bieten am Samstag Touren an, um die Geschichte der Eisenbahn in Bellinzona nachzuverfolgen - sowohl auf Italienisch als auch auf Deutsch.

So werden die Führungen auch für die Ehrengäste aus Luzern verständlich sein. Diese sollen unter anderem die heimische Karnevalstraditionen in der Südschweiz vorstellen.

Vom kernsanierten Bahnhof und Alptransit erwarte er eine neue Dynamik, sagte der Stadtgemeindepräsident Mario Branda an einer Medienkonferenz für die Einweihung. Trotz der Bedeutung für die Kantonshauptstadt sei ein Vergleich mit der Eröffnung des ersten Bahntunnels am Gotthard Ende des 19. Jahrhunderts nicht angebracht. Es sei nun wichtig, was um das Projekt Alptransit herum entstehe, so dass der Region neuen Schub verliehen werden könne, sagte Branda.

Als sicher gilt bereits jetzt, dass die Passagierzahlen am Bahnhof in Bellinzona ansteigen werden. Von aktuell 9000 soll die Zahl der täglichen Passagiere einmal auf 15'000 hochschnellen. Die 36-Millionen-Franken teure Sanierung soll dies berücksichtigen - Bahnsteige wurden verlängert und die Unterführungen verbreitert.

Um den Reisenden in Zukunft die Weiterfahrt innerhalb der Stadt zu vereinfachen, stehen auch in den nächsten Jahren die Bagger nicht still: Bis 2019 wird der Bahnhofsvorplatz vollkommen neu gestaltet, so dass der Verkehr für Busse, Autos und Velofahrer besser organisiert ist. Für dieses Projekt sprach das Tessiner Parlament erst kürzlich einen Kredit von rund 10 Millionen Franken.

(SDA)