Einkaufsmanager-Index - Für die Industrie in der Euro-Zone läufts so gut wie lange nicht mehr

Die Geschäfte der Industrie in der Euro-Zone laufen so gut wie seit 2011 nicht mehr.
01.03.2017 12:25
Mit der Industrie gehts in der Euro-Zone und in China klar aufwärts.
Mit der Industrie gehts in der Euro-Zone und in China klar aufwärts.
Bild: Pixabay

Der Einkaufsmanager-Index kletterte im Februar um 0,2 auf 55,4 Punkte, wie das Institut IHS Markit am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 3000 Firmen mitteilte. Oberhalb von 50 Zählern signalisiert das Barometer Steigerungen. "Dank der stärksten Zuwächse bei Produktion und Auftragseingang seit fast sechs Jahren verzeichnen die Industrieunternehmen einen zunehmend robusten Aufschwung", sagt der Chefökonom von IHS Markit, Chris Williamson.

Der schwache Euro kurble das Auslandsgeschäft spürbar an. Auch blicken die Firmen optimistisch nach vorn: Sie bewerteten die Aussichten für die kommenden zwölf Monate so gut wie seit der weltweiten Finanzkrise nicht mehr. Seit Jahresbeginn schufen die Industriebetriebe deshalb so viele neue Jobs wie selten zuvor seit Einführung des Euro, so Williamson. "Vor dem Hintergrund der robusten Nachfrage ignorieren die Unternehmen momentan die politischen Unsicherheiten einfach und konzentrieren sich weiter auf Wachstum."

Auch in China gehts aufwärts

In fast allen Ländern geht es aufwärts. "Griechenland steckt weiter tief in der Rezession und ist damit der einzige Ausreisser", erklärt Williamson. Dagegen gehe es in den Niederlanden, Österreich und Deutschland besonders deutlich nach oben. Die deutsche Industrie legte im Februar so stark zu wie seit Mai 2011 nicht mehr. Die Betriebe produzierten mehr, sammelten mehr Aufträge ein und stockten ihr Personal auf. Der Einkaufsmanager-Index kletterte hier um 0,4 auf 56,8 Punkte.

Auch in der chinesischen Industrie geht es aufwärts. Hier kletterte der offizielle Einkaufsmanager-Index überraschend um 0,3 auf 51,6 Stellen. Das private Caixin/Markit-Pendant legte sogar um 0,7 auf 51,7 Punkte zu. Die Stimmung in der chinesischen Industrie sei "unerwartet ausgelassen", sagt NordLB-Ökonom Frederik Kunze. Besonders die eher staatsnahen Betriebe würden sich im Aufwind befinden, die kleineren und mittleren Unternehmen dagegen etwas hinterherhinken.

(Reuters)