Schlechte Stimmung in britischer Finanzbranche

Ein halbes Jahr nach dem Brexit-Referendum wird die Stimmung in der britischen Finanzbranche immer schlechter.
23.01.2017 10:59
Londons berühmteste Brücke, die Tower Bridge.
Londons berühmteste Brücke, die Tower Bridge.
Bild: Pixabay

Das ergab die vierteljährliche Umfrage des Industrieverbandes CBI und der Beratungsfirma PwC unter 103 Finanzdienstleistern, die am Montag veröffentlicht wurde. Demnach schwand die Zuversicht in das Geschäftsumfeld im Land so stark wie seit Dezember 2008 nicht mehr, als die weltweite Finanzkrise grassierte. Der Rückgang dauert damit bereits das vierte Quartal in Folge an. 90 Prozent der befragten Banken erklärten die Vorbereitungen auf den Ausstieg Großbritanniens aus der EU zu ihrer größten Herausforderung.

"Die Unsicherheit trägt zu dem geringen Optimismus bei, besonders bei den Banken", sagte PwC-Experte Andrew Kail. Die Schweizer UBS und die britische HSBC haben bereits signalisiert, dass sie jeweils 1000 Arbeitsplätze von London abziehen könnten. Großbritanniens Premierministerin Theresa May hatte vorige Woche einen klaren Schnitt zur EU angekündigt. Internationale Geldhäuser, die bisher mit einem "EU-Pass" von London aus Geschäfte in ganz Europa betreiben, brauchen dafür nach dem Brexit eine Tochter in der EU.

(Reuters)