Aktien SchweizDie Schweizer Börse beendet die Woche positiv

Die Schweizer Börse hat am Freitag wenig verändert tendiert. Gute Firmenergebnisse und Konjunkturzahlen aus dem In- und Ausland sorgten für positive Stimmung, sagen Händler.
10.02.2017 17:40
Im SMI ein Schwergewicht: die Nestlé-Aktie (im Bild der Hauptsitz des Lebensmittelkonzerns in Vevey am Genfersee).
Im SMI ein Schwergewicht: die Nestlé-Aktie (im Bild der Hauptsitz des Lebensmittelkonzerns in Vevey am Genfersee).
Bild: Bloomberg

Doch Kursverluste der Finanzwerte und bei Index-Schwergewicht Nestlé bremsten den Anstieg. Der SMI notiert zum Handelschluss mit 8456 Zählern 0,2 Prozent fester. Gegenüber der Vorwoche beträgt das Plus 1,3 Prozent.

US-Präsident Donald Trump hatte den Anlegern Hoffnung auf Steuersenkungen gemacht und die chinesischen Exporte waren unerwartet stark gestiegen.

Die Aktien von Ems-Chemie steigen um 5,3 Prozent und erreichten zwischenzeitlich bei 560 Franken ein Rekordhoch. Die Spezialchemikalien-Firma übertraf mit dem Jahresergebnis die Markterwartungen und erhöht die Dividende. Für das laufende Jahr stellt das Unternehmen einen leichten Anstieg von Umsatz und Betriebsgewinn in Aussicht.

Leonteq weiter in der Abwärtsspirale

Dagegen fielen die Leonteq-Titel nach einer Aktienplatzierung verübergehend um gut 8 Prozent. Zuletzt beträgt das Minus noch 4,1 Prozent. Eine ausserbörsliche Transaktion über 781'000 Titel oder rund 5 Prozent des Kapitals zu 31 Franken führte zu Spekulationen, dass ein Grossaktionär ausgestiegen ist. Angaben der Schweizer Börse zufolge kaufte ein Verwaltungsrat 140'000 Aktien. Leonteq kämpft seit einiger Zeit mit Gegenwind und hat 2016 einen Gewinneinbruch verbucht.

Bei den meisten anderen Werten halten sich die Kursausschläge in Grenzen. Die Aktien der Grossbanken Credit Suisse und UBS fallen um 0,4 und 0,2 Prozent. CS legt kommenden Dienstag den Jahresbericht vor.

Julius Bär erholten sich von anfänglichen Einbussen. Die Privatbank ist mit einer Klage über mehr als 300 Millionen Euro konfrontiert. Der Liquidator einer ausländischen Gesellschaft werfe der Bank vor, sie habe nicht verhindert, dass zwei ihrer Kunden Vermögenswerte dieser ausländischen Gesellschaft veruntreut hätten, erklärt Bär. "Die Bank bestreitet diese Forderung entschieden und hat weitere Massnahmen zum Schutz ihrer Interessen getroffen", erklärt Bär.

Zurich-Aktie nach Rückstufungen im Verkauf

Bei den Versicherungen verzeichnen die Zurich-Aktien einen Kursabschlag von 0,7 Prozent. Macquarie nahm die Anlageempfehlung auf "Underperform" von "Neutral" zurück. Der Versicherer hatte am Vortag eine Jahresbilanz weitgehend im Rahmen der Erwartungen vorgelegt und will eine stabile Dividende zahlen. Die Anteile von Swiss Re sinken um 1 Prozent. Der Rückversicherer hat das im November vergangenen Jahres gestartete Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von einer Milliarden Franken abgeschlossen.

Die Nestlé-Aktien schwächen sich um 0,2 Prozent ab. Der Lebensmittelkonzern veröffentlicht kommenden Donnerstag die Jahresbilanz. Von den beiden anderen SMI-Schwergewichten sind Novartis 0,5 Prozent höher, während Roche gut gehalten sind.

Actelion nach EMA-Entscheid stark gesucht

Die Actelion-Aktien steigen um 3,1 Prozent. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt das Medikament Uptravi der Biotech-Firma vorerst weiterhin zur Behandlung von Bluthochdruck im Lungenkreislauf (PAH). Die EMA nimmt die Sicherheit von Uptravi nach dem Tod von fünf mit der Arznei behandelten Patienten in Frankreich unter die Lupe. Der entsprechende EMA-Ausschuss will weitere Daten analysieren und dann endgültig entscheiden. Actelion steht vor der Übernahme durch den US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson.

Die Anteile zyklischer Firmen zogen meist an. Eine Reihe guter Firmenbilanzen aus dem In- und Ausland stütze Aktien aus der Industrie- und Servicebranche. Die Titel des Personalvermittlers Adecco und der Sanitärtechnikfirma Geberit rücken 0,9 Prozent vor.

ABB steigen um 0,7 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern kooperiert bei einer Untersuchung wegen des Verdachts auf Korruption mit den britischen Behörden.

Die Anteile von Santhera steigen um 1,6 Prozent. Der Arzneimittelhersteller hat sich mit einer Wandelanleihe 60 Millionen Franken geholt.

(Reuters)